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Rätselhafter Pottwal auf Sylt: Wissenschaftler hoffen auf neue Erkenntnisse!

Am 26. Februar 2025 werden Teile eines auf Sylt tot geborgenen Pottwals von Wissenschaftlern des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung in Büsum untersucht. Joseph Schnitzler, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts, informiert über die laufenden Probenanalysen. Dabei werden Bakterien und chemische Substanzen in den Proben aufgespürt, um mehr über die Hintergründe des Todes des Wals zu erfahren. Zellkulturen wurden für bakteriologische und virologische Studien angesetzt.

Schnitzler äußert sich optimistisch und erwartet, dass die Analyse neue Erkenntnisse, insbesondere zu toxikologischen Befunden, liefern wird. Im Fettgewebe von Walen sind teilweise verbotene Chemikalien nachweisbar, was Rückschlüsse auf deren Halbwertzeit zulässt. Erste Ergebnisse sind frühestens in zwei Monaten zu erwarten.

Der Wal und seine Bergung

Der Pottwal, der zwischen 10 und 15 Tonnen wog und eine Länge von über 14 Metern erreichte, wurde am 17. Februar 2025 mit einem Traktor und einer Raupe an den Strand nahe des Hörnumer Hafens gezogen. Experten einer Fachfirma begannen noch am selben Abend mit der Zerlegung des Kadavers. Die zerteilten Teile wurden zur Tierkörperbeseitigung in die Gemeinde Jagel gebracht, während der Unterkiefer des Wals auf Sylt bleibt und später im Erlebniszentrum in List ausgestellt werden soll.

Das Team aus Büsum, unterstützt von Fachkollegen der Tierärztlichen Hochschule Hannover, untersucht nicht nur die Todesursache des Wals, sondern auch dessen Herkunft. Details dazu sind bislang jedoch unbekannt. Die Zerlegung und Analyse des Wals stellt einen wichtigen Schritt dar, um die tatsächlichen Ursachen seines Todes zu verstehen.

Hintergründe zu Walsterben

Im Kontext des Walsterbens sind verschiedene Faktoren zu berücksichtigen. Wissenschaftler des Virginia Beach Aquarium haben in anderen Regionen mögliche Ursachen identifiziert, wie etwa Begegnungen mit Schiffen und Verheddern in Netzen. Diese Faktoren könnten auch für den Pottwal auf Sylt von Bedeutung sein. Dennoch bleibt unklar, warum Wale näher an Schiffe schwimmen und wie sie diese wahrnehmen.

Um die Prävention von Schiffs-Kollisionen zu verbessern, ist ein besseres Verständnis der Walbiologie notwendig. Aktionen wie Geschwindigkeitsbegrenzungen für Schiffe ab 20 Metern Länge in bestimmten Gebieten, beispielsweise in der Mündung der Chesapeake Bay, wurden bereits ergriffen. Die Herausforderungen bei der Prävention sind jedoch erheblich, da Wale ein Schiff als Bedrohung wahrnehmen müssen, bevor sie handeln können. Während die Wissenschaftler in Büsum auf die Ergebnisse ihrer Analysen warten, bleibt die Suche nach den Ursachen für das Walsterben und die damit verbundenen Risiken ein zentrales Forschungsthema.

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