
Im Januar 2024 feierte die Gemeinde Niederwiesa die Einweihung einer neuen, modernen Zweifeldsporthalle, die nach fast 15 Jahren intensiver Diskussion und Planung nun endlich fertiggestellt wurde. Die Halle, am Hartplatz gelegen und mit einer Fläche von etwa 900 Quadratmetern, soll nicht nur Schülerinnen und Schüler der angrenzenden Grund- und Oberschule beherbergen, sondern auch den Vereins- und Freizeitsport in der Region unterstützen. Diese feierliche Eröffnung fand am 18. Januar 2024 statt, nachdem die Bauarbeiten 21 Monate in Anspruch genommen hatten, wie phase 10 berichtet.
Die Bedenken, die Halle könnte für die kleine Gemeinde zu groß sein, sind nicht unberechtigt. Ein Jahr nach der Eröffnung zeigt sich, dass sich die Nutzung der Halle als Herausforderung gestaltet. Derzeit sind am Mittwochnachmittag beim Fußballtraining rund 25 Kinder im Alter von neun oder zehn Jahren aktiv, was in Anbetracht der Dimensionen der Sportstätte eine eher bescheidene Auslastung darstellt. Im Foyer der Halle stehen etwa 30 Paar Winterschuhe, was auf die relativ geringe Frequentierung außerhalb der regulären Trainingszeiten hinweist. Freie Presse verweist dabei auf die bestehenden Sorgen der Gemeinde, dass die Halle möglicherweise nicht die gewünschte Akzeptanz findet.
Vielfältige Nutzungsmöglichkeiten
Trotz dieser Herausforderungen bietet die Halle den Einwohnern von Niederwiesa vielfältige und flexible Nutzungsmöglichkeiten. Ihre Teilbarkeit macht sie auch als Versammlungs- und Veranstaltungsstätte attraktiv. Dies könnte insbesondere für die Vereine der Umgebung von Vorteil sein und dazu beitragen, die Halle stärker in das soziale Leben der Gemeinde zu integrieren.
Weiterhin geben aktuelle Befragungen von Kommunen im Rahmen des „KfW-Kommunalpanel 2025“ Hinweise auf einen bundesweiten Investitionsrückstand in Sportstätten. Laut Difu berichteten 59% der befragten Kommunen über einen nennenswerten Investitionsrückstand bei Sporthallen. Solche Herausforderungen müssen auch in Niederwiesa sorgfältig betrachtet werden, um die Infrastruktur langfristig zu sichern und auszubauen.
Abschließend bleibt abzuwarten, wie sich die Nutzung der neuen Zweifeldhalle in den kommenden Monaten entwickeln wird. Es gilt, passende Konzepte zu finden, um die Halle an die Bedürfnisse der Gemeinde anzupassen und sie zu einem Zentrum des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens in Niederwiesa zu machen.