
Im Zoo Basel wurde kürzlich das Geschlecht eines Schimpansenbabys bestimmt, das am 17. März geboren wurde. Es handelt sich um ein Weibchen namens Wasili, was auf Suaheli „Ankunft“ bedeutet. Mutter Kitoko, die 31 Jahre alt ist, hält ihr Baby eng an ihrem Bauch, was die Bestimmung des Geschlechts zunächst erschwert hat. Sowohl Kitoko als auch Wasili zeigen sich im Freigehege des Affenhauses und im Innenbereich des Zoos. Dies ist bereits das fünfte Jungtier von Kitoko, dessen Vater der 21-jährige Kume ist.Bnn.de berichtet über die erfreuliche Nachricht und die spannende Entwicklung.
Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass Kitoko im Jahr 2021 ein Baby adoptierte, nachdem ihre Schwester Fifi aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht für das Neugeborene sorgen konnte. Schimpansenbabys verbringen in den ersten Monaten ihres Lebens viel Zeit am Bauch ihrer Mutter. Es dauert eine Weile, bis sie lernen, auf den Rücken zu klettern und selbstständiger zu werden.
Hintergrund zur Schimpansenhaltung
Im Kontext der Schimpansenhaltung stellt der Zoo Magdeburg wichtige Informationen zur Verfügung. Auf einer Pressekonferenz am 17. April 2024 wurde betont, dass Westafrikanische Schimpansen laut der IUCN Red List vom Aussterben bedroht sind. Der Bestand der Tiere ist zwischen 1990 und 2014 um erschreckende 80% gesunken.Zoo-Magdeburg.de berichtet über die notwendigen Schutzmaßnahmen, die sowohl im natürlichen als auch im künstlichen Lebensraum von Bedeutung sind.
Felix Husemann, Tierarzt und Kurator, betont, dass der Schutz dieser faszinierenden Tiere höchste Priorität hat. Dabei wird auch auf die modernen Haltungsbedingungen im Zoo eingegangen. Diese übertreffen die gesetzlichen Anforderungen signifikant: Die Innenbereiche sind mehr als doppelt so groß wie erforderlich, und die Außenanlage ist sechseinhalbmal so groß, mit ganzjährigem Zugang seit 2014. Darüber hinaus gibt es klare Richtlinien zum Wohlbefinden der Tiere.
Das Thema des Verhaltens von Schimpansen und mögliche Auffälligkeiten wird ebenfalls behandelt. Verhaltensauffälligkeiten, wie das sogenannte Fellzupfen, treten bei ranghöheren Weibchen und deren Nachkommen auf, stehen aber nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit körperlichem oder psychischem Leiden. Stattdessen sei dieser Ausdruck vielmehr sozial erlernt.
Der Zoo Magdeburg plant zudem einen Umbau der zweiten Außenanlage, mit einem Spatenstich im laufenden Jahr. Diese Initiative wird durch hohe Ansprüche an die Schimpansenhaltung im Rahmen der EAZA und des Artenschutzes motiviert.