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Bad Schandauer Elbbrücke: Hoffnung auf Wiedereröffnung nach Test!

In Bad Schandau laufen derzeit umfangreiche Belastungstests an der Elbbrücke, die seit dem 7. November 2023 aufgrund von Sicherheitsbedenken gesperrt ist. Diese Tests sollen die Tragfähigkeit der Brücke überprüfen und die Möglichkeit einer teilweisen Wiedereröffnung ermöglichen. Walter Nitzer, ein Anwohner, der die Brücke in ihrer Bauzeit zwischen 1975 und 1977 miterlebt hat, äußert besorgte Gedanken über ihren aktuellen Zustand. „Die Brücke sieht nicht gut aus“, erklärt er. Gleichzeitig hat er gemischte Gefühle über die bevorstehende Wiedereröffnung.

Die Tests wurden als Meilenstein bezeichnet, insbesondere von Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU). Diese erzeugen unter anderem Hoffnung auf eine Freigabe für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen, inklusive Möglichkeiten für Sonderfahrten mit Bussen und Müllfahrzeugen. Diese Planung wurde von den örtlichen Politikern, darunter Landrat Michael Geisler (CDU) und Bürgermeister Thomas Kunack, unterstützt.

Testprocedere und Beobachtungen

Der Brückenexperte Prof. Steffen Marx hat die Überwachung dieser Tests übernommen. Er ist optimistisch, was die Sicherheit der Brücke anbelangt und schätzt die Wahrscheinlichkeit eines Einsturzes als gering ein. Während der Tests kommen Gabelstapler zum Einsatz, um gezielt Lasten auf die Brücke zu verteilen. Dies wird gemacht, um eine punktuelle Belastung zu erzeugen, während die Experten die Sensoraufzeichnungen im Auge behalten.

Hunderte Sensoren sind über die Brücke verteilt, um Schwingungen, Risse und Verformungen zu messen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass auch unsichtbare Schäden erfasst werden. Positives Zwischenfazit: Die Brücke hält den Belastungsversuchen stand, und es wurden keine Schäden festgestellt. Bei negativen Testergebnissen müsste jedoch unverzüglich mit der Planung einer Behelfsbrücke begonnen werden, die voraussichtlich Anfang 2026 fertiggestellt sein soll, berichtet MDR.

Trotz der optimistischen Einschätzungen gibt es jedoch auch Herausforderungen. Die Brücke leidet unter Spannungsrisskorrosion, da sie wie die Carolabrücke in Dresden aus Henningsdorfer Spannstahl gefertigt wurde. Experten befürchten ähnliche Gefährdungen wie bei der Dresdner Brücke, die ebenfalls aufgrund von strukturellen Mängeln geschlossen werden musste.

Auswirkungen der Sperrung

Die behördliche Sperrung der Brücke hat erhebliche Auswirkungen auf die Anwohner. Diese sind gezwungen, Umwege von bis zu 20 Kilometern in Kauf zu nehmen, was insbesondere Schul- und Arbeitswege betrifft. Die Anwohner haben ein großes Interesse an der zeitnahen Wiedereröffnung. Eine Entscheidung über die teilweise Freigabe der Brücke soll innerhalb von drei Wochen nach Abschluss der Tests getroffen werden.

Insgesamt zeigen die aktuellen Entwicklungen in Bad Schandau die Herausforderungen und Chancen im Bereich der Brückeninfrastruktur. Die Durchführung dieser Tests ist Teil eines umfassenden Bewertungsverfahrens, das in Zukunft eine präzisere Kontrolle über den Zustand von Brücken ermöglicht. Hierbei spielt der seit 2020 eingeführte Traglastindex (TLI) eine wichtige Rolle, um die strukturelle Integrität solcher Bauwerke zu bewerten, wie von BASt beschrieben.

Statistische Auswertung

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Bad Schandau, Deutschland
Beste Referenz
mdr.de
Weitere Infos
zeit.de

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