
Die Elbbrücke in Bad Schandau ist seit dem 7. November 2023 aufgrund von Sicherheitsbedenken für den Verkehr gesperrt. Die über 100 Jahre alte Brücke wurde kürzlich einem Belastungstest unterzogen, der von Professor Steffen Marx von der TU Dresden entwickelt wurde. Die Ergebnisse dieses Tests könnten entscheidend für die zukünftige Nutzung der Brücke sein, die zuvor als potentieller Abrisskandidat galt. Der Belastungstest, der auf drei Tage angelegt war, läuft schneller als geplant und hat bisher positive Ergebnisse gezeigt, wobei lediglich ein Drahtbruch festgestellt wurde.
Der Testumgang beinhaltete das Überfahren eines 80 Tonnen schweren, unbemannten Schwerlastmoduls sowie den Einsatz von Gabelstaplern, um zusätzliche Gewichte gleichmäßig auf der Brücke zu verteilen. Diese Testprozeduren stellen sicher, dass die Sicherheitsstandards eingehalten werden und dass die Brücke den erforderlichen Belastungen standhält. Professor Marx äußerte, dass die Möglichkeit besteht, die Brücke für leichten Verkehr möglicherweise wieder zu öffnen, sollten die endgültigen Testergebnisse dies unterstützen. Veränderungsklauseln wie Beschichtungen oder die Verwendung von Carbonbeton könnten für eine mögliche Reparatur in Erwägung gezogen werden, um die Lebensdauer der Brücke erheblich zu verlängern.
Der geplante Behelfsneubau
Parallel zur Prüfung der Brücke wird eine kostspielige Behelfsbrücke im Wert von 31 Millionen Euro geplant. Sollte die Brücke repariert werden können, könnte dieser Bau überflüssig werden, was erhebliche Kosten sparen würde. Dennoch wird die Planung als sinnvoll erachtet, um Alternativen zu haben, falls die Reparatur nicht wie erhofft verläuft.
Die Brücke ist nicht nur für Autos, sondern auch für leichte Lastwagen bis 3,5 Tonnen und spezielle Busfahrten konzipiert, sollte die Erlaubnis zur Wiedereröffnung gegeben werden. Der Schiffsverkehr auf der Elbe kann weiterhin ohne Einschränkungen stattfinden.
Risiken und Schwachstellen
Ein zentrales Problem der Elbbrücke ist das Risiko von Spannungsrisskorrosion. Diese Gefahr wird als ähnlich gravierend eingestuft wie bei der kurz zuvor eingestürzten Carolabrücke in Dresden. Bisher zeigt sich jedoch kein aktives Risiko in dieser Hinsicht, was die Hoffnung auf eine baldige Wiedereröffnung nährt. Die endgültige Entscheidung über die Freigabe oder nötige Reparaturen soll in etwa einer Woche fallen.
Insgesamt zeigt der Verlauf der Belastungstests, dass es durchaus positive Entwicklungen für die Brücke gibt. Spezielle Tests wie dieser stellen eine Premiere in Deutschland dar und sind wichtig für die Einschätzung der Tragfähigkeit des Bauwerks. Wie von tag24 berichtet, sind die Ergebnisse der Tests entscheidend, um nach der bisherigen Sperrung der Brücke erneut Verkehrsfreigaben zu erteilen und die Sicherheit der Infrastruktur zu gewährleisten.
Für weitere Details und Informationen zu den baulichen Herausforderungen, die bei Brücken wie dieser auftreten können, verweisen wir auf die Veröffentlichung von ndt.net.