
Am 2. April 2025 fand der Spatenstich für ein neues, zukunftsweisendes Forschungszentrum für Quantenmaterialien und Halbleitertechnologien in Dresden statt. Dieses bedeutende Projekt, das durch einen gemeinsamen Anlauf von IFW Dresden und der Technischen Universität Dresden ins Leben gerufen wurde, akkumuliert Baukosten von etwa 70 Millionen Euro, die sowohl vom Freistaat Sachsen als auch vom Bund finanziert werden. Der Neubau entsteht an der Nöthnitzer Straße, Ecke Helmholtzstraße und wird eine Nutzfläche von 5.100 Quadratmetern umfassen, einschließlich Labore und Büros.
Zu den anwesenden Persönlichkeiten gehörten Prof. Bernd Büchner, Wissenschaftlicher Direktor des IFW Dresden, sowie Juliane Schmidt, die kaufmännische Direktorin des Instituts. Die Veranstaltung wurde auch von Jan Gerken, dem Kanzler der Technischen Universität Dresden, begleitet, sowie von den hochrangigen Gästen Staatssekretärin Prof. Heike Graßmann, Oberbürgermeister Dirk Hilbert und Falk Reinhardt, dem Technischen Geschäftsführer des SIB.
Forschungsziele und Pläne
Der Fokus des neuen Gebäudes liegt auf der Entwicklung innovativer Quantenmaterialien. Geplant ist die Schaffung von etwa 150 Arbeitsplätzen bis zur endgültigen Fertigstellung, die für Mitte 2029 vorgesehen ist. Die Grundsteinlegung soll bereits im Herbst 2025 erfolgen. Der Entwurf stammt von AWB Architekten GmbH und verfolgt ein nachhaltiges sowie flächeneffizientes Konzept.
Diese Initiative ist Teil eines größeren Trends in Deutschland, in dem die Bundesregierung das Potenzial von Quantentechnologien in Bereichen wie Quantencomputing, Quantenkommunikation und Quantensensorik sieht. Ein hervorgehobenes Beispiel ist die Entwicklung eines Quantencomputers „Made in Germany“, dessen erste Funktionsprototypen in den kommenden ein bis zwei Jahren erwartet werden. Das Fraunhofer IOF spielt eine wesentliche Rolle bei der Erforschung und Entwicklung von Technologien, die diesen Fortschritt unterstützen, indem es an optimierten Laser-Adressieroptiken für die Manipulation von Ionen arbeitet.
Synergien für die Wissenschaft
Das neue Forschungszentrum wird auch eine essentielle Plattform für weiterführende Quantenforschungen schaffen, die mehrfaches Anwendungspotenzial liefert, insbesondere in der Quantensensorik und der fernübertragenden Kommunikation. In der Quantenkommunikation beispielsweise arbeitet das BMBF-Programm „QuNet“ an abhörsicheren Kommunikationsmethoden, wobei namhafte Institutionen wie die Max-Planck-Gesellschaft und die Fraunhofer-Gesellschaft eng zusammenarbeiten. Diese Partnerschaften sollen moderne und sichere Kommunikationsstandards entwickeln und fördern.
Zusätzlich trägt die technische Beherrschung von Quanteneffekten zur Verbesserung der Quantenbildgebung bei. Diese Methode ermöglicht es Forschenden, lichtempfindliche Proben über lange Zeiträume mit hoher Auflösung zu beobachten, ohne die Zellen zu schädigen. Die Vision und Fortschritte im Bereich der Quantenforschung sind nicht nur von regionaler, sondern auch von nationaler Bedeutung.
Das neue Forschungszentrum in Dresden steht somit symbolisch für den Fortschritt in der Quantenforschung und zeigt die Entschlossenheit Deutschlands, an der Spitze dieser revolutionären Technologie zu stehen. Die Ferienentwicklung und die geplanten Kooperationen versprechen eine vielversprechende Zukunft für die Quantenwissenschaft.