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Kliniken in Wurzen und Grimma: Entlassungen drohen nach Gehaltskürzungen!

Der geplante Verkauf der Muldentalkliniken in Wurzen und Grimma, die sich im Landkreis Leipzig befinden, hat einen entscheidenden Schritt gemacht. Laut Tag24 haben die Mitarbeitenden den neuen Arbeitsverträgen zugestimmt, trotz erheblicher Gehaltseinbußen. Dies stellt eine Voraussetzung für die Übernahme der Kliniken durch die Sana Kliniken AG dar, die bereits im Gespräch ist, die finanzschwachen Einrichtungen zu übernehmen.

Die Muldentalkliniken müssen sich dringend sanieren, da sie finanziell angeschlagen sind. Um die Mitarbeitenden während dieser Übergangsphase zu unterstützen, hat der Landkreis Leipzig eine Million Euro bereitgestellt. Diese Mittel sollen dazu dienen, die finanziellen Auswirkungen der Lohnverzichtsentscheidungen abzufedern. Der Kreistag hat dem Vorhaben bereits zugestimmt.

Personal stimmt Lohnverzicht zu

Eine überwältigende Mehrheit der Angestellten – fast 97 Prozent – hat für die Lohnkürzungen gestimmt. Dies wurde als ein Schritt gesehen, um die Arbeitsplätze langfristig zu sichern. MDR berichtet, dass der Landrat Graichen den Mitarbeitenden für ihre Zustimmung dankte und die Bedeutung dieses Schrittes hervorhob. Diese Zustimmung ist notwendig, da die Sana Kliniken AG gefordert hat, dass mindestens 95 Prozent der Belegschaft den Änderungsverträgen zustimmen.

Die Änderungen beinhalten eine Gehaltseinbuße von acht Prozent für die Mitarbeiter, die aktuell nach den Tarifen des Öffentlichen Dienstes bezahlt werden. Die Sana Kliniken AG verfolgt einen eigenen Haustarif, der in der Zukunft zur Anwendung kommen soll. Der Landkreis hat zudem angekündigt, zusätzliche fünf Millionen Euro bereitzustellen, um die Kliniken schuldenfrei zu übergeben. Dieses Geld ist für Darlehen sowie die Abdeckung von Rechts- und Gerichtskosten vorgesehen.

Kontext der Krankenhausreform 2025

Die Situation in den Muldentalkliniken spiegelt ein größeres Problem wider, das viele Kliniken in Deutschland betrifft. Die bevorstehende Krankenhausreform 2025 zielt darauf ab, die Effizienz der Krankenhauslandschaft zu steigern und die Versorgungsqualität zu sichern. Viele Einrichtungen kämpfen aufgrund steigender Kosten mit finanziellen Defiziten. Ein Drittel der deutschen Krankenhäuser schreibt bereits rote Zahlen, und ohne die Reform drohen Insolvenzen, insbesondere in ländlichen Regionen.

Die geplante Reform sieht unter anderem eine Umstrukturierung der Finanzierung vor. Geplant ist eine Vorhaltefinanzierung, die etwa 60 Prozent der Kosten abdecken soll. Dies soll die ökonomische Belastung für Kliniken reduzieren und gleichzeitig die Versorgungsqualität in ländlichen Gebieten stärken. Durch die Spezialisierung und Zentralisierung von komplexen Eingriffen in größeren Kliniken sollen zudem bessere Behandlungsergebnisse erzielt werden.

Abschließend bleibt zu beobachten, wie sich die Entwicklungen bei den Muldentalkliniken gestalten werden, insbesondere im Hinblick auf die Zustimmung des Kartellamtes zur Übernahme durch die Sana Kliniken AG. Diese Schritte könnten für die Zukunftslage der Kliniklandschaft im Landkreis Leipzig richtungsweisend sein.

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