
Die Rockband Silly, die ihren Durchbruch mit dem Album „Mont Klamott“ im Jahr 1983 feierte, setzt ihre erfolgreiche „Elektroakustik-Tour“ fort. Diese Tournee begann im November 2023 und erfreut sich großer Beliebtheit unter den Fans. Die aktuelle Tour ist eine Gelegenheit für das Publikum, neue Interpretationen ihrer bekanntesten Hits zu erleben und bietet eine besondere musikalische Vielfalt.
In den kommenden Tagen wird die Band mehrere Auftritte in verschiedenen Städten haben. Die nächsten Konzerte finden wie folgt statt:
- 7. Februar: Steintor Varieté, Halle
- 8. Februar: Jena
- 9. Februar: Berliner Philharmonie
- 14. Februar: Wittenberg
- 18. Februar: Kulturpalast, Dresden
Wegen der hohen Nachfrage wird zudem ein Zusatzkonzert in Dresden am 24. Februar gegeben, nachdem das erste bereits ausverkauft ist. Dies zeigt das anhaltende Interesse und die große Fanbasis, die Silly über die Jahre gewachsen ist.
Die Band und ihre Instrumentierung
Die Band besteht aus erfahrenen Musikern, deren Zusammensetzung sowohl traditionelle als auch moderne Elemente miteinander verbindet. Die Mitglieder sind:
- Ritchie Barton (Keyboard)
- Uwe Hassbecker (Gitarre)
- Hans-Jürgen „Jäcki“ Reznicek (Bass)
- Julia Neigel (Gesang)
- Toni Krahl (Ex-City-Frontmann)
- Ronny Dehn (Schlagzeug)
- Daniel Hassbecker (Akkordeon, Cello)
Ein besonders interessantes Merkmal der aktuellen Tour ist die Verwendung von Instrumenten, die in einem typischen Rock-Kontext nicht häufig anzutreffen sind. So spielt Reznicek auf einem Fretless-Bass, der den tiefen Klang eines Kontrabasses erzeugt. Uwe Hassbecker wechselt zwischen nylonbesaiteten Gitarren, Westerngitarre und Geige, während Ritchie Barton am Flügel statt am Keyboard spielt.
Ein neuer musikalischer Kontext
Die Arrangements der Stücke bei Silly unterscheiden sich signifikant von herkömmlichen Rockprogrammen. Viele Songs sind zu Beginn nur schwer erkennbar, bis der Gesang einsetzt, was den Fans eine neue Perspektive auf vertraute Melodien bietet. Dies ist besonders relevant in einer Musiklandschaft, die durch das englischsprachige dominante Musiksystem geprägt ist, wie es in der internationalen Musikindustrie zu beobachten ist.
Mit ihren tiefen, kraftvollen Texten, die oft durch das historische Erbe von Zensur in der DDR geprägt sind, bleibt Silly ein bedeutender Teil der deutschen Rockmusikgeschichte. Diese enthält Einflüsse, die bis in die Anfänge der 1960er Jahre zurückreichen, als deutsche Rockmusik, inspiriert von amerikanischen und britischen Bands, neue Identitäten und Freiheiten verkörperte.
Die Tour bietet nicht nur eine Rückkehr zu den Wurzeln, sondern auch die Chance, die musikalische Evolution der Band zu feiern, die auch in der Zeit nach der Wiedervereinigung und der Diversifikation der deutschen Musikszene nach dem Jahr 2000 relevant blieb.
Mit dieser Vielfalt und Dynamik garantiert die Band, dass die „Elektroakustik-Tour“ ein unvergessliches Erlebnis für alle Rockfans wird, die sich auf einen musikalischen Abend voller Überraschungen freuen können.
Mehr Informationen zu den bevorstehenden Shows und der Band finden Sie in den Berichten von Tagesspiegel und Leipzig Travel.