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Kälberdiebstahl in Nordsachsen: Landwirte setzen auf Überwachungstechnik!

Im Februar dieses Jahres kam es zu einem bemerkenswerten Kälberdiebstahl im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch, Nordsachsen. Unbekannte Täter entwendeten in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch sieben Kälber aus dem Winterquartier des Gütes in der Nähe von Packisch. Die Polizeibehörden sind involviert, jedoch gibt es bislang keine Spur zu den Tätern, wie saechsische.de berichtet.

Obwohl die genauen Umstände des Vorfalls noch unklar sind, zeigt der Diebstahl die notwendige kriminelle Energie und Fachkenntnis im Umgang mit Rindern, die für das Gelingen solcher Taten erforderlich sind. Nach Angaben der Polizei verschafften sich die Täter in der Zeitspanne zwischen 22 Uhr und 5:45 Uhr Zugang zu den Tieren. Beachtenswert ist, dass die entwendeten Kälber, darunter fünf Fleckviehkälber und zwei Anguskälber, alle jünger als eine Woche waren und sich bei ihren Müttern aufhielten.

Details zum Vorfall

Die gestohlenen Kälber wogen zwischen 50 und 60 Kilogramm und hatten bereits Ohrmarken erhalten, was ihre Identifikation erschwert. In Deutschland ist es aufgrund des strengen Kontrollsystems nahezu unmöglich, solche Tiere weiterzuverkaufen oder zu vermarkten. Jedes Rind wird nach der Geburt im Zentralregister erfasst und erhält einen Rinderpass. Dies macht den Diebstahl nicht nur zu einem emotionalen Verlust für die Landwirte, sondern auch zu einer wirtschaftlichen Vermutung, da der Gesamtwert der entwendeten Tiere über 2.000 Euro liegt, wie mdr.de berichtet.

In der Region Nordsachsen ist der Vorfall besonders alarmierend, da seit 1992 regelmäßig Fleischrinder in drei Herden im Lehr- und Versuchsgut Köllitsch gehalten werden. Diese Praxis wird durch die Aufsicht der Veterinärämter begleitet, was zusätzlich darauf hindeutet, dass die Täter über umfassende Kenntnisse im Umgang mit Rindern verfügen mussten. Die Aufzucht der Kälber erfolgt oft durch Tränkeeimer oder Ammenkühe, weshalb die Trennung von den Mutterkühen kein alltägliches Vorhaben ist und präzises Handeln erforderte.

Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen

Nach dem Vorfall haben die betroffenen Landwirte auf die Situation reagiert und rüsten nun mit moderner Videotechnik auf, um zukünftige Diebstähle zu verhindern. Angesichts der steigenden Fälle von Tierdiebstählen ist schnelles Handeln essenziell. Betroffenen wird empfohlen, sofort die örtliche Polizei zu benachrichtigen, den Verlust bei der Gemeinde und den zuständigen Behörden zu melden und auch in der Nachbarschaft nach den Tieren zu suchen. So können Dunkelziffern bei Tierdiebstählen möglicherweise verringert werden.

Zusätzlich könnten die Betreiber von landwirtschaftlichen Betrieben präventive Maßnahmen ergreifen, wie etwa die ordnungsgemäße Kennzeichnung ihrer Tiere und die Einrichtung eines Finderlohns. Auf diese Weise könnten sie die Chancen erhöhen, ihre Kälber wieder zurückzubekommen, während sie gleichzeitig das Bewusstsein für die Problematik des Tierdiebstahls in der Öffentlichkeit schärfen.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Lehr- und Versuchsgut Köllitsch, 04849 Arzberg, Deutschland
Beste Referenz
saechsische.de
Weitere Infos
mdr.de

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