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Staupe-Gerüchte in Nordsachsen: Hundehalter in Aufregung!

In den letzten Wochen haben Gerüchte über Staupefälle bei Wildtieren im Landkreis Nordsachsen die Besorgnis unter Hundehaltern verstärkt. Diese Informationen haben in sozialen Medien für Verwirrung gesorgt. Nicole Günther, Veterinärin der Tierarztpraxis zur Niedermühle Oschatz, hat in diesem Zusammenhang das Veterinäramt des Landratsamtes Nordsachsen kontaktiert, um Klarheit zu schaffen. Glücklicherweise hat das Veterinäramt keine bestätigten Staupefälle bei Wildtieren in der Region festgestellt. Sächsische.de berichtet, dass es zudem unklar bleibt, woher die Meldungen stammen und ob sie tatsächlich zutreffen.

Staupe, eine hochansteckende Viruserkrankung, trifft nicht nur Hunde, sondern auch andere Fleischfresser wie Füchse, Dachse, Marder und Waschbären. Bei Hunden kann diese Krankheit zu schweren Symptomen und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Dies wurde zuletzt auch in Brandenburg deutlich, wo das Virus bei Wildtieren festgestellt wurde. Laut rbb24 wurden Auffälligkeiten bei Waschbären in den Orten Wilhelmsdorf/Scholle und Kirchmöser gemeldet. Diese Tiere wiesen Symptome auf, die das Veterinäramt veranlassten, Tests durchzuführen, bei denen das Staupevirus nachgewiesen wurde.

Symptome und Risiken

Die Staupe kann für Hunde dramatische gesundheitliche Folgen haben. Ungeimpfte Tiere sind besonders gefährdet, ernsthaft zu erkranken. Die Erkrankung zeigt sich in verschiedenen Formen, die jeweils charakteristische Symptome aufweisen. Dr. Tanja Wüste, Amtstierärztin, erklärt, dass Hundehalter dringend den Impfstatus ihrer Tiere überprüfen sollten, um sie zu schützen.

Die Symptome der Staupe sind vielfältig und in vier Hauptformen unterteilt:

  • Atmungsform: Erkrankungen des Atmungstraktes mit Symptomen wie Lungenentzündung und Bronchitis.
  • Magen-/Darmform: Dazu gehören Erbrechen und Durchfall.
  • Hautform: Rötungen und Pusteln an verschiedenen Körperstellen.
  • Nervale Form: Bezeichnet neurologische Symptome wie Muskelzittern und Lähmungen.

Die möglichen Langzeitfolgen für überlebende Tiere sind nicht zu unterschätzen. Bei überlebenden Tieren sind neurologische Spätfolgen möglich, die das Leben der Tiere stark beeinträchtigen können. Zudem gibt es eine Warnung vor der indirekten Übertragung des Virus, etwa durch menschliche Kleidung oder Futternäpfe, was die Gefährdung zusätzlich erhöht.

Abschließend bleibt festzuhalten, dass jede Meldung über verstorbene Wildtiere ernst genommen werden sollte. Tote Wildtiere sind unverzüglich der örtlichen Jagdbehörde zu melden, um gegebenenfalls weitere Untersuchungen zu veranlassen und die Sicherheit der Haustiere zu gewährleisten.

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Genauer Ort bekannt?
Nordsachsen, Deutschland
Beste Referenz
saechsische.de
Weitere Infos
rbb24.de

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