Deutschland

Schlaflos durch soziale Medien: Junges Leben zwischen Ängsten und Druck

Immer mehr junge Menschen leiden unter Schlaflosigkeit und psychischen Problemen, was alarmierende Ausmaße annimmt. Laut Merkur zeigt eine Studie der Oberberg Stiftung, dass mehr als ein Drittel (37,3%) der 18- bis 29-Jährigen oft oder sehr oft Schwierigkeiten hat, aufgrund von Angst und Grübeln zur Ruhe zu kommen. Die psychische Verfassung dieser Altersgruppe wird dadurch zunehmend prekär, was nicht nur ihren Schlaf, sondern auch ihre Lebensqualität stark beeinträchtigt.

Eine 19-jährige Abiturientin spricht von ihren Sorgen über die Zukunft und der Angst, die Kontrolle über ihr Leben zu verlieren. Sie ist kein Einzelfall; viele junge Menschen fühlen sich angesichts gesellschaftlicher Erwartungen, die durch soziale Medien verstärkt werden, verunsichert. Diese Plattformen führen oft dazu, dass viele sich isoliert und einsam fühlen.

Die Rolle der Technologie

Das zunehmend problematische Nutzungsverhalten von sozialen Medien hat ebenfalls alarmierende Auswirkungen auf die Psyche junger Menschen. Eine Untersuchung von WHO zeigt, dass 11 % der Jugendlichen Anzeichen eines problematischen Verhaltens in Bezug auf soziale Medien aufweisen, wobei Mädchen (13 %) stärker betroffen sind als Jungen (9 %). Zudem stehen 36 % der Jugendlichen ständig online mit Freunden in Kontakt, was häufig zu Schlafstörungen führt.

Gerade die nächtliche Nutzung von Smartphones und anderen digitalen Geräten hat sich als problematisch erwiesen. Diese Nutzung wird mit einem späteren Zubettgehen und weniger erholsamem Schlaf in Verbindung gebracht, was die bereits hohen Anteile an Schlafstörungen weiter erschwert. Es wird immer deutlicher, dass ein offener Dialog über digitales Wohlbefinden in Familien und Schulen notwendig ist.

Unterstützungsangebote für Betroffene

Die Telefonseelsorge in Linz, Österreich, verzeichnete im letzten Jahr über 17.000 Beratungsanfragen und verzeichnet damit etwa 50 Anrufe pro Tag. Auch in Deutschland stehen rund um die Uhr entsprechende Angebote zur Verfügung. Die Telefonnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 bieten kostenlose Hilfe für Betroffene an.

Dr. Hans Henri P. Kluge von der WHO fordert Maßnahmen zur Verbesserung der Medienkompetenz bei Jugendlichen. Deshalb ist es entscheidend, dass Schulen und Fachkräfte geschult werden, um den jungen Menschen zu helfen, fundierte Entscheidungen über ihre Online-Aktivitäten zu treffen und ihr Wohlbefinden zu schützen.

Die Zusammenhänge zwischen psychischen Problemen, Schlaflosigkeit und der Nutzung digitaler Medien sind komplex und vielschichtig. Jedoch ist unbestreitbar, dass diese Aspekte miteinander verwoben sind und weitere Studien sowie präventive Maßnahmen erforderlich sind, um das Wohlergehen der kommenden Generationen zu sichern. Weitere Informationen über Schlafstörungen und deren Auswirkungen finden sich in dem Bericht der Hirnstiftung.

Statistische Auswertung

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Linz, Österreich
Beste Referenz
merkur.de
Weitere Infos
hirnstiftung.org

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