
Am 24. Januar 2025 fand die offizielle Übergabe eines hochmodernen Mikroskops in Kiel statt. Das neue Gerät, das MACSima heißt, ist eine vollautomatische Immunfluoreszenz-Bildgebungstechnologie. Laut der Uni Kiel bietet dieses innovative Mikroskop Einblicke in Gewebeproben, die zuvor nicht möglich waren. Professor Wolfram Klapper, der die Sektion Hämatopathologie und das Lymphknotenregister am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) Campus Kiel leitet, äußerte sich begeistert über die neuen Möglichkeiten, die das MICRSKOP bieten wird.
Das erste Gerät dieser Art in Kiel ermöglicht die automatische Mehrfachfärbung von bis zu 60 Färbungen an einem einzigen Gewebeschnitt. Dies stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Pathologie dar, da die Ergebnisse direkt als Datei auf einem Computerbildschirm angezeigt werden können. Die Auswertung erfolgt dann mit spezieller Software, was die Analyse der Gewebeproben erheblich vereinfacht.
Forschungsprojekte und Ziele
Die Anschaffung des Mikroskops ist Teil der virtuellen Mikroskopie-Plattform der Medizinischen Fakultät und soll es Forschenden am Campus ermöglichen, die Technologie zu etablieren. Besonders wichtig sind die damit verbundenen Projekte wie die klinische Forschungsgruppe CATCH ALL und der Exzellenzcluster Precision Medicine in Chronic Inflammation (PMI). Der Fokus dieser Initiativen liegt auf der Tumorbiologie und den Immunzellen in der Nähe von Tumorzellen.
Einer der zentralen Aspekte der Forschung ist das Verständnis der Immunreaktionen auf Tumoren und die Entwicklung passender Therapien. Die Schulung der Mitarbeitenden und die Entwicklung von Standardverfahren sind hierbei von essenzieller Bedeutung, um eine breite Nutzerschaft zu gewährleisten. Die Datenauswertung erfolgt dezentral durch die jeweiligen Arbeitsgruppen, was die Flexibilität und Effektivität der Forschung erhöht.
Engagement der Kinderkrebsinitiative
Ein wichtiger Partner in diesem Vorhaben ist die Kinderkrebsinitiative Buchholz/Holm-Seppensen (KKI) e.V., die das Mikroskop finanziert hat. Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 setzt sich die KKI aktiv im Kampf gegen Krebs bei Kindern ein. Sie finanziert sich größtenteils aus Spenden und unterstützt unter anderem die Forschung in der Sektion Hämatopathologie.
Die fortschrittliche Technologie des MACSima Mikroskops wird somit nicht nur zur Verbesserung der Diagnostik, sondern auch zur Förderung der Krebsforschung genutzt. Die Entwicklungen in der räumlichen Biologie, einem jungen Forschungsfeld, werden durch dieses Gerät maßgeblich vorangetrieben.
Die Lehre an der Karlsruher Institut für Technologie betont die Bedeutung solcher technologischen Fortschritte für die medizinische Forschung und Ausbildung. Diese neuen Technologien ermöglichen präzisere Analysen und eröffnen zahlreiche neue Möglichkeiten in der Onkologie.
In der entwickelten Forschungslandschaft, wie sie auch an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen zu finden ist, wird der interdisziplinäre Austausch großgeschrieben. Hier stehen Expertise und Fachwissen in der Krebsforschung zur Verfügung, um Herausforderungen in der Onkologie und Onko-Immunologie anzugehen.
Diese Entwicklungen und Kooperationen zeigen eindrücklich, wie wichtig moderne Technologien in der medizinischen Forschung sind und welchen Einfluss sie auf die Behandlungsergebnisse der Zukunft haben können.