
Die Stadt Kiel steht vor einer herausfordernden Situation: In der Dreikronenbrücke wurden Risse entdeckt, was zu einer eingehenden Überprüfung der Infrastruktur führt. Dies berichtet kn-online.de. Verkehrsdezernentin Alke Voß gab bekannt, dass keine akute Einsturzgefahr besteht. Dennoch bleibt die Brücke während der zweiwöchigen Untersuchung einspurig befahrbar, was Autofahrer vor Herausforderungen stellt.
Die Dreikronenbrücke, eine wichtige Verkehrsverbindung in Kiel, wurde 1971 erbaut und ist 250 Meter lang. Täglich nutzen etwa 14.000 Fahrzeuge die Brücke, auf der normalerweise 70 km/h erlaubt sind. Aufgrund der Risse musste jedoch die Geschwindigkeit auf 50 km/h reduziert werden. Die Risse wurden zwar zunächst als unkritisch eingestuft, aber aktuelle Berechnungen deuten auf mögliche größere Schäden am Spannstahl hin, der als anfällig für Spannungsrisskorrosion gilt.
Geplante Untersuchungen und Konsequenzen
Am Montag, den 10. März, sollen Proben an drei Stellen entnommen werden, um die Materialeigenschaften zu untersuchen und die Ursachen der Rissbildung zu klären. Während dieser Arbeiten wird eine Fahrspur gesperrt und der Verkehr durch eine provisorische Ampelanlage geregelt. Autofahrer sollten längere Fahrzeiten einplanen und Ausweichstrecken nutzen, um Verzögerungen zu vermeiden.
Die Sicherheit und der Zustand der Brücke sind besonders wichtig, da viele Brücken in Deutschland über 50 Jahre alt sind. Dies wirkt sich direkt auf die Notwendigkeit regelmäßiger Inspektionen aus. Rinnovision hebt hervor, dass solche Inspektionen unerlässlich sind, um potenzielle Gefahren rechtzeitig zu identifizieren.
Zukünftige Schritte und Prognosen
Ein Bericht über den Zustand der Brücke wird voraussichtlich Mitte Mai vorliegen. Die Ergebnisse werden darüber entscheiden, ob die geplante Grundinstandsetzung beibehalten oder ob möglicherweise frühere Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Im schlimmsten Fall könnte es notwendig sein, die Brücke abzubrechen und neu zu bauen.
Zusätzlich steht der Austausch der schadhaften Fahrzeugrückhaltesysteme am Fahrbahnrand auf der Agenda. Je nach Materialeigenschaften des Spannstahls könnte die Brücke weiterhin ohne Verkehrseinschränkungen befahrbar sein. Diese Situation verdeutlicht, wie wichtig moderne Inspektionsmethoden sind, um die Integrität älterer Brücken zu gewährleisten und potenzielle Entwicklungen wie die an der Dreikronenbrücke in Kiel rechtzeitig zu erkennen.