
In der Nacht zu Samstag kam es in Elmshorn zu einem dramatischen Vorfall, als die Polizei einen Mercedes kontrollieren wollte. Der 28-jährige Fahrer ignorierte die Aufforderung und flüchtete mit über 100 km/h. Diese Verfolgungsjagd endete schließlich in Klein Nordende, wo der Mercedes in einem Kreisverkehr die Kontrolle verlor, sich überschlug und im Straßengraben landete. Tag24 berichtet, dass der Fahrer schwer verletzt aus dem Fahrzeug geborgen werden musste.
Die Feuerwehr wurde alarmiert, um den Wagen, der auf der Fahrerseite lag, wieder aufzurichten. Trotz der Schwere seiner Verletzungen sind diese jedoch nicht lebensbedrohlich. Der 28-Jährige wurde per Rettungswagen in ein angrenzendes Krankenhaus transportiert. Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass er keinen gültigen Führerschein besaß und sich daher der Polizeikontrolle entzogen hatte.
Wachsende Unfallzahlen
Solche Vorfälle sind in Deutschland nicht ohne. Laut den Statistiken des Statistischen Bundesamtes, die regelmäßig von Gefahrenstellen erfasst werden, stieg die Zahl der Verkehrsunfälle im Jahr 2019 auf rund 2,69 Millionen, was einen Anstieg von knapp 2 % im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Im Jahr 2008 verzeichnete man nur 2,28 Millionen Unfälle.
Besorgniserregend ist auch, dass seit 2021 eine Zunahme der Unfallzahlen zu beobachten ist, nachdem diese im Jahr 2020 coronabedingt gesenkt wurden. Aggressives Fahrverhalten und Ablenkung durch Smartphones werden von der Polizei als Hauptursachen für die steigenden Unfallzahlen genannt.
Statistische Einblicke und Unfallursachen
Die Verkehrsunfallstatistik erfasst präzise Daten zu Unfällen, an denen Personen verletzt oder getötet wurden. Wie Destatis erläutert, bezieht sich „schwer verletzt“ auf Personen, die mehr als 24 Stunden im Krankenhaus behandelt werden müssen. Im Jahr 2021 gab es mit 2.562 die niedrigste Zahl an Verkehrstoten seit über 60 Jahren. Doch der Trend zeigt eine Besorgnis erregende Weigerung zur Verbesserung: Die Zahl der Verkehrstoten betrug im Jahr 2022 bereits wieder 2.782.
Die Unfallursachen zeigen ein klares Bild: Fehlerhaftes Fahrverhalten war 2021 für 88 % der Unfälle verantwortlich, gefolgt von allgemeinen Unfallursachen (8 %) und dem Fehlverhalten von Fußgängern (3 %). Der Großteil der Unfälle ereignet sich innerorts, was die dringende Notwendigkeit unterstreicht, das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schärfen und Maßnahmen zur Verbesserung zu ergreifen.