
Seit dem 1. April 2025 sind die Strahler des berühmten Blauen Wunders, einer der bekanntesten Brücken Dresdens, abgeschaltet. Diese Entscheidung markiert den Beginn einer vorübergehenden Dunkelheit, die die Attraktivität der Brücke in der Nacht beeinträchtigt. Hintergrund dieser Maßnahme sind bevorstehende Sanierungsarbeiten, die Anfang Mai beginnen sollen. Die Vorbereitungen dafür sind bereits in vollem Gange, und der elbabwärts liegende Fußweg ist aufgrund dieser Arbeiten gesperrt.
Das Blaue Wunder, eine historische Loschwitzer Brücke, wurde im Jahr 1893 eröffnet und ist bekannt für ihre nachhaltige, stählerne Konstruktion und die eindrucksvolle, blauen Farbe. Diese markante Brücke wurde 2011 in das moderne Beleuchtungssystem integriert. Bei voller nächtlicher Anstrahlung verbraucht die Beleuchtung jährlich 6300 Kilowattstunden, was Kosten von zirka 2.450 Euro verursacht, berichtet die Sächsische. In den vergangenen Jahren wurden jedoch nur wenige Ausfälle der Beleuchtung verzeichnet.
Beleuchtung wird demontiert
Im Zuge der geplanten Sanierung sollen die Strahler demontiert und die Zuleitungskabel der Energieversorgung aller Strahler gewechselt werden. Diese Arbeiten sind notwendig, um die Funktionalität der Be-leuchtung auf lange Sicht zu garantieren und die Brücke in ihrer vollen Pracht erstrahlen zu lassen.
Mit der dauerhaften Absenz der nächtlichen Anstrahlung wird die Brücke vorübergehend in den Schatten getaucht, was für viele Dresdner und Touristen eine ungewohnte Anmutung darstellt. Die Beleuchtung war regelmäßig von Oktober bis März ab der Dämmerung bis 23.30 Uhr aktiviert, während sie im Sommerhalbjahr bis 1 Uhr nachts leuchtete. Die Abgeschaltetheit wird daher als bedeutender Verlust für das nächtliche Stadtbild wahrgenommen.
Wichtige Brücke im deutschen Brückennetz
Das Blaue Wunder ist nicht nur ein lokales Wahrzeichen, sondern steht auch im Kontext einer Vielzahl spektakulärer Brücken in Deutschland. Ebenfalls bemerkenswert sind die Müngstener Brücke, die höchste Eisenbahnbrücke des Landes, und die Geierlay, eine der längsten hängenden Brücken. Diese beeindruckenden Bauwerke aus unterschiedlichen Materialien, von Stein über Holz bis Stahl, sind an vielen Orten Deutschlands zu finden und bieten außergewöhnliche Ausblicke. Momondo beschreibt die Vielfalt und den architektonischen Reichtum dieser Brücken, die wichtige Verbindungen und atemberaubende Anblicke bieten.
Mit dem bevorstehenden Beginn der Sanierungsarbeiten am Blauen Wunder wird die Brücke zwar kurzfristig weniger sichtbar, doch die Maßnahmen sind notwendig, um ihre Langlebigkeit und Schönheit nachhaltig zu sichern. Die Vorfreude auf die Rückkehr der beeindruckenden nächtlichen Beleuchtung bleibt auch in Zeiten der Dunkelheit ungebrochen.
Weitere Informationen zur Sanierung des Blauen Wunders sind auf der Website von Bauhauf zu finden.