
Am Freitagnachmittag kam es in Struvenhütten zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Güllewagen mit 25.000 Litern Ladevolumen umkippte. Der Vorfall ereignete sich gegen 15.30 Uhr in der Mühlenstraße, als der Traktor mit dem Gülleanhänger zu weit auf die Bankette geriet. Der Anhänger kippte daraufhin um, was eine großangelegte Einsatzreaktion auslöste. Rund 100 Kräfte von Feuerwehr und Gefahrguteinheiten wurden alarmiert, darunter die Feuerwehr Struvenhütten, die Gefahrguterkundungseinheit des Amtes Kisdorf und der ABC-Zug des Kreises. Auch Unterstützung von Gefahrgut-Kräften aus Kaltenkirchen war angefordert worden, wie kn-online.de berichtet.
Bei der Erkundung des Einsatzortes stellten die Einsatzkräfte fest, dass weder Gülle noch andere umweltschädliche Stoffe ausgetreten waren. Mit der Feuerwehr Struvenhütten-Hüttblek blieben lokale Kräfte vor Ort, um die Unfallstelle abzusichern und die Verkehrssituation zu überwachen. Der Betreiber des Güllewagens organisierte zügig das Abpumpen der Gülle in einen anderen Wagen. Zur Bergung des umgekippte Gülleanhängers wurde ein Kran angefordert. Der Fahrer des Gülletransports wurde kurzzeitig vom Rettungsdienst betreut, blieb jedoch unverletzt.
Hilfe durch spezialisierte Einheit
In solchen Lagern ist die Unterstützung durch spezialisierte Einheiten entscheidend. So bietet das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) unter der Leitung von Jochen Fries, Brandoberingenieur und Einsatzleiter des TUIS, umfassende Unterstützung bei Gefahrgutunfällen. TUIS leistet dabei in mehreren Stufen Hilfe: Begonnen bei telefonischer Beratung bis hin zur Entsendung von Fachkräften und spezieller Ausrüstung an den Unfallort, wie feuerwehrverband.de erläutert.
Die Rolle der Werkfeuerwehren ist hierbei von großer Bedeutung. Sie sind in der Lage, spezifisches Wissen und Ausrüstung zur Verfügung zu stellen. Während der örtliche Einsatzleiter der öffentlichen Feuerwehr die Verantwortung trägt, kümmert sich die TUIS-Werkfeuerwehr um den Einsatzabschnitt „Gefahrgutbergung“. Dies ist besonders wichtig, da unerfahrene Einschätzungen bei Gefahrgutunfällen zu gefährlichen Situationen führen können. Ein effektives Miteinander erfolgt, um Dekontaminationsmaßnahmen, Ausleuchtung, Messungen und den Brandschutz zu gewährleisten.
Ständige Einsatzbereitschaft
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die ständige Einsatzbereitschaft der TUIS-Leitstellen, welche 365 Tage im Jahr für Transport- und Lagerunfälle mit Chemikalien aktiv sind. Diese Leitstellen sind rund um die Uhr erreichbar und liefern unverzügliche Informationen, die für die sichere Handhabung von Gefahrstoffen entscheidend sind. Nutzer können über eine spezielle Datenbank entweder die Postleitzahl des Unfallortes oder die UN-Nummer des verunglückten Stoffes eingeben, um schnell an die benötigten Informationen zu gelangen, wie vci.de erklärt.
Die Kombination aus lokaler Feuerwehr und spezialisierten Werkfeuerwehren stellt sicher, dass auch bei großen Gefahrgutunfällen die Sicherheit für Umwelt und Bevölkerung gewährleistet ist. In diesem spezifischen Fall in Struvenhütten konnten dadurch schlimmere Folgen verhindert werden.