
Federica Brignone, die italienische Ski-Alpin-Sterne, hat sich bei den nationalen Meisterschaften im Val di Fassa am 3. April 2025 schwer verletzt. Die die Gesamtsiegerin des Ski-Weltcups 2025 stürzte während des zweiten Laufs des Riesenslaloms, nachdem sie an einem Tor eingefädelt war. Laut rp-online.de zog sie sich eine Mehrfragmentfraktur des Schienbeinkopfes und des Wadenbeinkopfes des linken Beines zu.
Nach dem Sturz wurde Brignone mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus in Trient gebracht. Dort unterzog sie sich umgehend einer Computertomographie, um das Ausmaß ihrer Verletzungen zu klären. Der italienische Wintersport-Verband FISI gab bekannt, dass die Ärzte in Kontakt mit der FISI-Ärztekommission stehen, um einen klaren Plan für die weitere Behandlung zu entwickeln.
Erfolgreiche Saison und zukünftige Herausforderungen
Brignone, die am 3. April 34 Jahre alt wurde, hatte zuvor eine herausragende Saison mit insgesamt zehn Weltcupsiegen absolviert. Sie gewann nicht nur die große Kristallkugel, sondern auch die Wertungen in Abfahrt und Riesenslalom. Zudem sicherte sie sich bei der Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm Gold im Riesenslalom und Silber im Super-G. Ihr bemerkenswerter Rekord umfasst auch zehn nationale Titel in verschiedenen Disziplinen, was sie zu einer der erfolgreichsten Skirennläuferinnen der letzten Jahre macht, wie olympics.com berichtet.
Der aktuelle Vorfall wirft jedoch Fragen über ihre Teilnahme an den bevorstehenden Olympischen Winterspielen 2026 in Milano Cortina auf, für die sie als eine der besten Favoritinnen gilt. Es bleibt abzuwarten, wie sich ihre Verletzungen auf ihre Vorbereitung auswirken werden, zumal die Vorfreude auf das Event bereits groß ist.
Kritik am deutschen Ski-Team
<pWährend Brignones Verletzung Schlagzeilen macht, äußerte sich DSV-Alpinchef Wolfgang Maier kritisch zur Saisonbilanz des deutschen Teams. Die Zielvorgabe, zwischen zehn und 15 Podestplätzen zu erreichen, sei verfehlt worden. Emma Aicher und Lena Dürr konnten insgesamt sieben Podestplätze erzielen, während das Männerteam ohne einen Podestplatz blieb. Linus Straßer beendete die Saison ohne einen Weltcup-Podestplatz, erzielte jedoch einen sechsten Platz in Sun Valley.
In Sun Valley sahen Zuschauer eine spannende Konkurrenz, bei der Lena Dürr im Slalom beim Weltcup-Finale den zweiten Platz hinter Mikaela Shiffrin belegte, die ihren 101. Weltcupsieg feierte. Loic Meillard gewann den Riesenslalom in Sun Valley, gefolgt von Marco Odermatt, der die kleine Kristallkugel für die Abfahrt sicherte. Doch die Abfahrten mussten aufgrund von Windböen abgesagt werden, was für die Athleten ein unerwartetes Ende der Saison bedeutete.
Brignones Verletzung beim nationalen Wettbewerb wird nicht nur den weiteren Verlauf ihrer Karriere beeinflussen, sondern auch die Aufregung um den deutschen Wintersport verstärken, der sich in einer kritischen Phase befindet. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um herauszufinden, wie es für die italienische Star-Athletin weitergeht.