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Tesla in der Krise: Verkaufszahlen stürzen ab – Musk unter Druck!

Am 2. April 2025 veröffentlichte Tesla seine Verkaufszahlen für das erste Quartal des Jahres, die für das Unternehmen enttäuschend ausfielen. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Auslieferungen um rund 13 Prozent zurück. In den ersten drei Monaten des Jahres wurden insgesamt 336.681 Fahrzeuge ausgeliefert, was unter den Erwartungen der Analysten lag. Diese Zahlen führen zu einem signifikanten Rückgang der Tesla-Aktie, die im vorbörslichen Handel um mehr als vier Prozent fiel, wie Merkur berichtet.

Die Produktionszahlen zeigen ebenfalls einen besorgniserregenden Trend: Im ersten Quartal wurden nur 362.615 Fahrzeuge produziert. Dies entspricht einem Produktionsrückgang von fast einem Viertel im Vergleich zum Vorquartal. Ein Grund hierfür ist die Umstellung der Produktionslinien für das Model Y, die zu mehrwöchigen Produktionsausfällen führte. Analysten hatten mit deutlich höheren Zahlen gerechnet, nämlich 377.592 Auslieferungen im ersten Quartal 2025, nach 386.810 im Vorjahr, wie The Verge feststellt.

Rückgang in Europa

Besonders in Europa waren die Zahlen katastrophal. In den ersten beiden Monaten des Jahres fielen die Neuzulassungen um 49 Prozent auf etwa 19.000 Fahrzeuge. Deutschland steuert hier eine drastische Abwärtsbewegung bei: Im Februar sanken die Neuzulassungen von 6.038 auf nur 1.429 Einheiten. Auch in anderen wichtigen Märkten wie Frankreich, Norwegen und den Niederlanden notierte Tesla erhebliche Rückgänge, die bis zu 63 Prozent betragen. Im gesamten europäischen Markt fiel Teslas Marktanteil um 1,8 Punkte, wobei Analysten auf einen schwindenden Rückhalt unter den Käufern aufgrund Elon Musks politischem Engagement hinweisen, welches die Marke zunehmend in Misskredit bringt.

Die politischen Ansichten von Elon Musk haben sich als durchaus problematisch erwiesen, da Proteste wie die Bewegung „Tesla Takedown“ an Kraft gewinnen. Diese fordert einen Boykott des Unternehmens und hat bereits zu gewaltsamen Angriffen auf Tesla-Filialen und Fahrzeuge geführt. Diese Vorfälle, darunter ein Feuer in einem Showroom in Rom, das 17 Autos zerstörte, haben der Marke erheblichen Schaden zugefügt.

Zukunftsaussichten und strategische Veränderungen

Trotz dieser Herausforderungen bleibt Tesla der größte Hersteller von batteriebetriebenen Pkw weltweit, auch wenn der Konkurrent BYD aus China immer näher rückt. In den kommenden Monaten plant Tesla die Einführung eines neuen, kostengünstigeren Modells, Details wurden jedoch bislang nicht veröffentlicht. Musk setzt auf innovative Technologien wie KI und autonomes Fahren, um das Unternehmen in eine profitable Zukunft zu führen, nicht ohne Skepsis aus der Fachwelt, insbesondere angesichts früherer Sicherheitsbedenken bezüglich der teilweise automatisierten Funktionen.

Die Verkaufszahlen im März zeigen zumindest einen minimalen Aufschwung in China, wo sich die Zahl der verkauften Fahrzeuge im Vergleich zum Vormonat verdoppelte, aber immer noch um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Analysten sind sich einig: Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, ob Tesla seinen eingeschlagenen Kurs erfolgreich korrigieren kann und ob Musk durch gesteigerte Verkaufszahlen und Innovationen wieder Vertrauen bei den Anlegern und Kunden gewinnen kann.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Rom, Italien
Beste Referenz
merkur.de
Weitere Infos
theverge.com

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