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Trump, Selenskyj und der umstrittene Rohstoffdeal – Was nun?

Am 26. Februar 2025 plant US-Präsident Donald Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus zu empfangen. Dies kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die ukrainische Regierung mit US-Unterhändlern an einem Rohstoffabkommen arbeitet. Trump hat in der vergangenen Woche Selenskyj als „Diktator“ bezeichnet und auch seine Leistungen vehement kritisiert. Trotz dieser angespannten Rhetorik soll es bei dem Treffen um einen „sehr großen Deal“ gehen, der für beide Seiten von Bedeutung ist.

Ein zentrales Element des Abkommens ist der Zugang zu ukrainischen Rohstoffvorkommen. Trump hat gefordert, dass die Ukraine 500 Milliarden Dollar aus dem Verkauf mineralischer Ressourcen als Gegenleistung für Militärhilfen bereitstellt. Doch Selenskyj verweigerte seine Zustimmung zu diesem Vertragsentwurf, was Trump verärgerte. Der überarbeitete Vertrag enthält nun nicht mehr die genannte Summe, was die Verhandlungen zusätzlich kompliziert.

Investitionsfonds und Rohstoffe

Den Verhandlungen liegt die Gründung eines Investitionsfonds zugrunde, der mehrheitlich in US-Besitz sein soll. 50 % der Einnahmen aus den Rohstoffverkäufen sollen in diesen Fonds fließen. In der Ukraine werden 20 verschiedene Mineralien vermutet, darunter Lithium, Graphit, Titan, Uran und Seltene Erden. Allerdings liegen die meisten Bodenschätze in Konfliktgebieten oder auf von Russland besetztem Terrain.

Trump betont, dass die Ukraine bereits 350 Milliarden Dollar und militärische Ausrüstung als Gegenleistung für die US-Hilfen erhalten hat. Er sieht den neuen Deal als Kompensation für diese bereits geleisteten Hilfen an. Gleichzeitig erklärt er, dass Europa für zukünftige Wiederaufbauhilfen verantwortlich sei. Offizielle US-Hilfen seit 2022 belaufen sich auf 174 Milliarden Dollar, während die Unterstützung aus Europa bei 145 Milliarden Dollar liegt.

Reaktionen und zukünftige Aussichten

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Trumps Aussagen widersprochen und betont, dass zwei Drittel der europäischen Hilfe in Form von Zuschüssen ausgezahlt wurden. Darüber hinaus fordert Macron Sicherheitsgarantien für Friedenstruppen nach einem Waffenstillstand, während Trump die Thematik der Sicherheitsgarantien als „im Prozess der Verhandlungen“ stehend bezeichnet.

In der Zwischenzeit wird britischer Premierminister Keir Starmer in Washington erwartet und möchte dabei eine Konfrontation mit Trump vermeiden. Außerdem wird darüber berichtet, dass Trump auch Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine intensivere Zusammenarbeit führt, insbesondere in Bezug auf den Ukrainekrieg und wirtschaftliche Entwicklungen.

Diese Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Rohstoffdeals werfen Fragen über die geopolitischen Strategien und die Stabilität in der Region auf und könnten weitreichende Folgen für die Zukunft der Ukraine sowie der internationalen Beziehungen haben.

Für weitere Details und Hintergründe zu den aktuellen Entwicklungen lesen Sie Remszeitung und Zeit.

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