Deutschland

Ukrainische Jugendliche: Sabotage und Militärtraining in Tschetschenien!

Die Situation in der Ukraine bleibt prekär, insbesondere im Hinblick auf die Rechte von Jugendlichen. Das UN-Menschenrechtsbüro hat glaubhafte Berichte über die Rekrutierung ukrainischer Jugendlicher für Sabotageakte veröffentlicht. Diese Aktivitäten sind durch die Unklarheit über deren Verantwortliche geprägt, jedoch gibt es Hinweise auf Verbindungen zu Russland. Mindestens elf Jugendliche im Alter von 13 bis 17 Jahren wurden bereits im Zusammenhang mit solchen Handlungen festgenommen. Diese Jugendlichen werden über soziale Medien kontaktiert und aufgefordert, Brände an Militärfahrzeugen oder Bahnanlagen zu legen, wobei ihnen Geld versprochen wird, wenn sie Videos ihrer Aktionen einsenden.

Besonders alarmierend ist die Zahl der Minderjährigen, die nach dem Beginn des russischen Krieges gegen die Ukraine im Februar 2022 verschleppt wurden. Laut Berichten der UN wurden in diesem Zeitraum mindestens 200 Kinder nach Russland gebracht. Der Zugang des UN-Menschenrechtsbüros zu den von Russland besetzten Gebieten ist stark eingeschränkt, was eine präzise Beurteilung des Ausmaßes dieser Verschleppungen erschwert.

Militärisch-patriotisches Training und Sabotageakte

Zusätzlich zu den Berichten über Sabotage gibt es Hinweise darauf, dass Kinder und Jugendliche aus den russisch besetzten Gebieten von Tschetscheniens Machthaber Ramsan Kadyrow für militärisch-patriotisches Training rekrutiert werden. Solche Trainingsprogramme sollen vor allem für Kinder und Jugendliche aus den Gebieten Luhansk und Donezk stattfinden. Kadyrow bezeichnet dieses Vorgehen als Teil des „Teens von Russland“-Programms, das in einem scheinbaren Ferienlager durchgeführt wird. Laut Überlieferungen sind etwa 200 Jugendliche in Tschetschenien angekommen, deren Verhalten in Videos oft nur wenig freiwillig erscheint.

Auf Kadyrows Telegram-Kanal geben die Ankömmlinge an, an militärisch-patriotischem Training teilzunehmen, während sie T-Shirts mit Bildern von Wladimir Putin und Kadyrow tragen. Es bleibt unklar, ob diese Jugendlichen die Reise freiwillig angetreten haben. Kadyrow arbeitet auch eng mit Maria Lwowa-Belowa, der Beauftragten für Kinderrechte in der Russischen Föderation, zusammen, die beschuldigt wird, Kinder aus besetzten Gebieten der Ukraine nach Russland zu schleppen. Die ukrainische Regierung spricht von mindestens 11.000 Kindern, die nach Russland verschleppt worden sein sollen, wobei Präsident Wolodymyr Selenskyj darauf hinweist, dass dies nur die bekannt gewordenen Fälle seien.

Kinderrechte im Krieg

Die Missachtung der Rechte von Kindern in Konflikten ist nicht nur ein Thema der Ukraine-Krise. Laut einem UNICEF-Bericht wächst jedes sechste Kind in einem Kriegs- oder Konfliktgebiet auf, was sie akuten Gefahren wie Hunger, Krankheiten und Gewalt aussetzt. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen aus dem Jahr 1989 soll diese Rechte schützen, doch die Realität sieht oft anders aus. Im Jahr 2023 wurden bereits 32.990 schwere Verletzungen der Kinderrechte dokumentiert, und der Einsatz von Kindern als Soldaten kann als Kriegsverbrechen geahndet werden.

Weltweit gibt es eine Kluft zwischen der theoretischen Anerkennung von Kinderrechten, wie sie durch die Ratifizierung von internationalen Abkommen festgelegt ist, und der praktischen Umsetzung. Insbesondere in Konfliktsituationen wie in der Ukraine und im Gazastreifen leiden Kinder stark unter dem Krieg, was von der UN-Sonderbeauftragten Virginia Gamba dokumentiert wird. Es ist wichtig, dass die internationale Gemeinschaft solche Missachtungen der Kinderrechte nicht ignoriert und für deren Schutz eintritt.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Luhansk, Ukraine
Beste Referenz
tagesspiegel.de
Weitere Infos
t-online.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert