
Am 2. April 2025 ist die politische Landschaft in Deutschland weniger stabil als je zuvor. Eine aktuelle Forsa-Umfrage zeigt die Alternative für Deutschland (AfD) bei 24 Prozent, nur einen Punkt hinter der Union (CDU/CSU), die auf 25 Prozent kommt. Diese Zahlen repräsentieren einen historischen Tiefstand für die Union und ein Rekordhoch für die AfD. Im Vergleich zur Bundestagswahl, die vor etwa zwei Jahren stattfand, hat die CDU/CSU 3,5 Prozentpunkte verloren. Damals lag die Partei bei 28,5 Prozent, während die AfD in der gleichen Zeit von 20,8 auf 24 Prozent gestiegen ist, wie compact-online.de berichtet.
Darüber hinaus zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für „Bild am Sonntag“, dass der Abstand zwischen Union und AfD sogar nur noch vier Prozentpunkte beträgt. Insa-Chef Hermann Binkert betont, dass die AfD von der Enttäuschung über das Schuldenpaket profitiert und die Rückhalt für Union und SPD bei den Wählern schwindet. Die aktuellen Umfrageergebnisse verdeutlichen die Prekarität der Situation für die großen Parteien:
Partei | Aktueller Stand | Entwicklung |
---|---|---|
Union | 27% | -1 Prozentpunkt im Vergleich zur letzten Umfrage |
SPD | 15% | -1 Prozentpunkt |
AfD | 23% | +1 Prozentpunkt |
Grüne | 12% | +1 Prozentpunkt |
Linke | 10% | stabil |
FDP | 3% | nicht im Parlament |
Sonstige Parteien | 5% | stabil |
Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU, zeigt sich gelassen, steht jedoch unter Druck. Der Vertrauensverlust in die Union ist spürbar, insbesondere aufgrund von Wahlbetrugsvorwürfen, die in den letzten Wochen intensiver diskutiert werden. Merz wird auch kritisiert, da die Migrationspolitik der Partei seit der Ära Merkel annähernd unverändert bleibt. Diese innerparteiliche Kritik wird immer lauter, und die Sorgen über die Stabilität der Regierungsfähigkeit der Union werden zunehmend manifest.
AfD im Aufwind
Alice Weidel, Sprecherin der AfD, sieht in den Umfragewerten einen klaren Indikator für den Unmut der Bürger, den ihre Partei aufgreift. Insbesondere die Diskussion über Frieden und Sicherheit spielt dabei eine zentrale Rolle. Laut Berichten ist die AfD nun in der Wahrnehmung vieler Wähler als mögliche Alternative in Fragen der Friedenspolitik etabliert.
Die aktuellen Umfragen verdeutlichen zudem, dass eine schwarz-rote Koalition zwischen Union und SPD keine parlamentarische Mehrheit mehr hätte. Zusammen kämen sie lediglich auf 42 von benötigten 46 Prozent. Im Gegensatz dazu hätte eine Koalition aus Union und AfD eine Mehrheit von 50 Prozent, wird jedoch von CDU und CSU ausgeschlossen. Das wirft die Frage auf, wie die Regierungsbildung in Zukunft aussehen könnte und ob die Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien weiterhin Wachstum für die AfD generieren wird, wie auch welt.de berichtet.
In den vergangenen fünf Jahren, seit Angela Merkels Rücktritt, haben sich die politischen Verhältnisse dramatisch verändert. Während die CDU/CSU in Umfragen einst zwischen 35 und 40 Prozent lag und die AfD bei 9 bis 11 Prozent, sind die aktuellen Rückgänge und Zuwächse bemerkenswerter denn je. Die AfD profitiert von der Unzufriedenheit mit den aktuellen Regierungsentscheidungen und könnte in naher Zukunft eine entscheidende Rolle in der deutschen Politik spielen, wie auch dawum.de zeigt.