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Villa Rotstein in Oyten: Historisches Schmuckstück erstrahlt nach Sanierung!

Ralf Köster, Unternehmer aus Oyten und Leiter von Oelkers Elektrotechnik, hat die Villa Rotstein am neuen Sagehorner Bahnhof umfassend saniert. In einer Sitzung des Oytener Gemeinderates erhielt er hierfür große Anerkennung. Die Villa, die einst als schäbiger Schandfleck galt, wurde in ein wahres Schmuckstück verwandelt und ist nun ein Blickfang für alle Besucher des Bahnhofsplatzes an der Sagehorner Dorfstraße. Das historische Gebäude wurde Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und diente zuletzt als Obdachlosenunterkunft.

Köster erwarb die verwahrloste Villa von der Gemeinde Oyten, um deren Abriss zu verhindern. Er präsentierte sein Konzept bereits vor vier Jahren im Rathaus. Ein Jahr nach der Unterzeichnung des Kaufvertrages im März 2022 begannen die Sanierungsarbeiten, darunter Entrümpelung, Entkernung und Demontage. Die offizielle Baugenehmigung für verschiedene Bauarbeiten wurde im Januar 2024 erteilt. Das Richtfest der neuen Villa Rotstein fand ein halbes Jahr nach Beginn der Arbeiten statt.

Von der Obdachlosenunterkunft zum neuen Zentrum

Die Sanierung der Villa umfasst eine optische Aufwertung, die Umwandlung in kleine Mietwohnungen in den oberen Stockwerken sowie die Schaffung einer Begegnungsstätte im Erdgeschoss für Veranstaltungen und Versammlungen. Ursprünglich war ein Selbstbedienungsladen geplant, jedoch wurde dieser Vorschlag verworfen. Stattdessen wird nun über eine Büromietfläche für Konferenzen und mobiles Arbeiten nachgedacht. Eine endgültige Entscheidung über die Nutzung des ehemaligen Verkaufsraumes steht noch aus und könnte Alternativen wie Bürosharing oder eine Vermietung an die Gemeinde einbeziehen.

Die Fertigstellung der Sanierung wird für Mitte dieses Jahres erwartet, dabei sind noch Restarbeiten und Außengestaltungen zu erledigen. Köster und sein Team standen bei dieser umfangreichen Sanierung vor Herausforderungen, darunter komplexe Anforderungen an die Haustechnik, Dämmung, Brandschutz und Fluchtwege. Dank der Unterstützung seiner Familie sowie der positiven Zusammenarbeit mit Architekten, Feuerwehr und Genehmigungsbehörde konnte der KfW-70-Standard erreicht werden. Dies bedeutet, dass sowohl Strom als auch Wärme durch eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe bereitgestellt werden.

Das Projekt wird als bemerkenswert angesehen, da es nicht nur das Gebäude selbst, sondern auch das kulturelle Erbe der Region bewahrt. Die Bedeutung nachhaltiger Sanierungen historischer Gebäude wird auch in einem allgemeinen Kontext immer deutlicher. Fachleute betonen, dass durchdachte Sanierungsstrategien nicht nur den Immobilienwert erhöhen, sondern auch zur Förderung des Klimaschutzes beitragen können.

Nachhaltigkeit als Leitprinzip

Die Entwicklung umweltfreundlicher und ressourcenschonender Maßnahmen ist ein zentraler Aspekt der modernen Architektur sowie der Stadtentwicklung. Ziel ist es, die historischen Substanzen und architektonischen Merkmale zu erhalten, während gleichzeitig modernste Technologien zur Reduktion des Energieverbrauchs integriert werden. Die nachhaltige Sanierung der Villa Rotstein steht somit exemplarisch für den erfolgreichen Umgang mit den Herausforderungen von Denkmalschutz und ökologischen Standards.

Kösters Engagement und die gelungene Transformation der Villa wurden auch von Mitgliedern des Gemeinderates mit Bewunderung aufgenommen. Diese Art der Sanierung, die regionale Handwerker und Materialien einbezieht und gleichzeitig die Gemeinschaft in den Planungsprozess einbindet, könnte als Modell für zukünftige Projekte dienen.

Es ist ein Projekt, auf das die Gemeinde Oyten stolz sein kann, und das einen bedeutenden Beitrag zur Erhaltung des architektonischen Erbes leistet.

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Sagehorner Dorfstraße, 28876 Oyten, Deutschland
Beste Referenz
kreiszeitung.de
Weitere Infos
weser-kurier.de

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