Heute ist der 6.04.2025
Datum: 6.04.2025 - Source 1 (https://www.fr.de/panorama/parallelen-aschaffenburg-tat-zu-der-die-oeffentlichkeit-bundeswehrsoldat-rotenburg-kriminologe-zr-93601275.html):
- Gewalttat in Rotenburg: Ein 33-jähriger Bundeswehrsoldat tötete vier Menschen, darunter ein dreijähriges Mädchen, in der Nacht zum 1. März 2024.
- Der Soldat wurde am 28. Februar 2025 zu lebenslanger Haft verurteilt.
- Der Täter plante, Personen zu töten, die seine Ehe sabotiert hatten.
- In der Tatnacht erschoss er den neuen Lebensgefährten seiner Frau, dessen Mutter und die beste Freundin seiner Frau, die das Kind hielt.
- Der Soldat behauptete, das Kind nicht absichtlich erschossen zu haben.
- Es gab wenig mediale Aufmerksamkeit für die Tat im Vergleich zu einem anderen Vorfall in Aschaffenburg, bei dem ein zweijähriger Junge und ein 41-jähriger Mann starben.
- Der Täter in Aschaffenburg war ein mutmaßlich psychisch kranker 28-jähriger Afghane.
- Bundeskanzler Olaf Scholz und Politiker äußerten sich betroffen über die Tat in Aschaffenburg, was zu einem Sturm an Reaktionen führte.
- Medienberichte zeigen, dass Gewalttaten von Ausländern häufiger thematisiert werden als von Deutschen, obwohl es keinen direkten Zusammenhang zwischen Herkunft und Kriminalität gibt.
- Experten betonen, dass biografische Erfahrungen und psychische Traumata eine Rolle bei Gewalttaten spielen können.
- Der Bundeswehrsoldat beschrieb sich als „emotionsloser, gleichgültiger Zombie“ nach einem Einsatz in Mali.
- 87% der Geflüchteten in Deutschland haben traumatische Ereignisse erlebt, 30% leiden an Depressionen oder PTBS.
- Der mutmaßliche Täter von Aschaffenburg könnte an einer psychischen Erkrankung leiden, die mit hoher Wahrscheinlichkeit der Tat zugrunde liegt.
- Ein forensisch-psychiatrisches Gutachten bescheinigt dem mutmaßlichen Täter in Aschaffenburg wahrscheinlich Schuldunfähigkeit.
Source 2 (https://katapult-magazin.de/de/artikel/so-berichten-medien-ueber-gewalttaten):
- Anteil der deutschen Tatverdächtigen laut Polizei: 66,7 Prozent
- In der Berichterstattung beträgt der Anteil deutscher Tatverdächtiger: 15,8 bis 18 Prozent
- Verzerrung in den Redaktionen führt zu Irrtümern über Ausländerkriminalität
- Studie von Journalismusprofessor Thomas Hestermann von der Hochschule Macromedia in Hamburg
- Studie veröffentlicht im Jahr 2023
- Untersuchte 645 Beiträge über Gewaltkriminalität im Inland
- 269 Fernsehbeiträge aus Hauptnachrichten (178) und Boulevardmagazinen (91)
- Sender: ARD, ZDF, RTL, Sat.1, ProSieben, Kabel Eins, Vox, RTL Zwei
- 376 Zeitungsbeiträge aus überregionalen Teilen von:
- Bild: 124
- Süddeutsche Zeitung: 75
- Frankfurter Allgemeine Zeitung: 80
- Die Welt: 53
- Die Tageszeitung taz: 44
- Zeitraum der Untersuchung: Januar bis April 2023