Heute ist der 4.04.2025
Datum: 4.04.2025 - Source 1 (https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Hameln-Pyrmont-Hochansteckende-Hasenpest-ausgebrochen-Gefahr-auch-fuer-Menschen,hasenpest118.html):
- Im Landkreis Hameln-Pyrmont sind zwei Feldhasen an der Hasenpest verendet.
- Hasenpest ist eine hochansteckende Erkrankung, die auch für Menschen bedrohlich ist.
- Symptome bei erkrankten Tieren: Abgeschlagenheit, Appetitlosigkeit, Fieber, unsicherer Gang.
- Neben Hasen können auch Kaninchen und Nagetiere wie Ratten und Mäuse infiziert werden.
- Die Erkrankung führt bei Tieren häufig zum Tod.
- Menschen können sich durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, den Verzehr von unzureichend erhitztem Fleisch oder das Einatmen von Erregern anstecken.
- Grippeerkrankungen bei Menschen zeigen sich durch hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall und Erbrechen.
- Bei Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden; eine Isolierung ist nicht erforderlich, da keine Mensch-zu-Mensch-Übertragung bekannt ist.
- Haustiere wie Hunde und Katzen können sich ebenfalls infizieren und die Krankheit auf Menschen übertragen.
- Letzte bekannte Erkrankung eines Menschen an Hasenpest im Landkreis Hameln-Pyrmont war 2015.
- Empfehlungen für den Umgang mit Wildtieren: Tragen von Einmalhandschuhen und Atemschutzmasken, Fleisch von Hasen gut durchgaren.
- Meldung von verendeten Wildtieren beim Veterinäramt des Landkreises empfohlen.
- In Isenbüttel wurde bei einem toten Hasen Tularämie festgestellt, die ebenfalls auf Menschen übertragbar ist.
- Fall in Lemgow gilt bisher als Verdacht.
Source 2 (https://www.fitbook.de/gesundheit/hasenpest):
- Datum: 20. März 2025
- Ort: Kreis Gießen, Hessen, Deutschland
- Bestätigte Fälle: Zwei Fälle der Hasenpest (Tularämie) in Hungen und Linden
- Übertragung: Krankheit kann von Wildtieren auf Menschen übertragen werden (Zoonose)
- Erreger: Bakterium Francisella tularensis
- Vorkommen: Weltweit, hauptsächlich auf der Nordhalbkugel; gefährlichere Unterart in Nordamerika, weniger aggressive Variante in Europa
- Überlebensfähigkeit: Bakterium kann in der Umwelt (Erde, Wasser, Schlamm) Wochen bis Monate überleben
- Übertragungswege:
- Direkter Kontakt mit infizierten Tieren oder Kadavern
- Verzehr von unzureichend gegartem Fleisch oder verunreinigtem Wasser
- Einatmen von Erregern (z.B. bei landwirtschaftlichen Arbeiten)
- Stiche oder Bisse infizierter Insekten
- Symptome bei Menschen:
- Grippeähnliche Beschwerden: Kopf- und Gliederschmerzen, hohes Fieber, geschwollene Lymphknoten, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen
- Mögliche Hautgeschwüre bei Infektion über Hautverletzungen
- Schwere Fälle: Lungenentzündungen, Blutvergiftungen
- Symptome bei Tieren:
- Hohe Sterblichkeitsrate bei infizierten Hasen
- Abmagerung, unsicherer Gang, Teilnahmslosigkeit
- Verlust der natürlichen Scheu vor Menschen
- Sterben innerhalb von 2 bis 13 Tagen an Sepsis
- Aktuelle Fälle in Hessen: Seit 2023 insgesamt zehn gemeldete Fälle in verschiedenen Kreisen
- Historische Daten: Erste dokumentierte Fälle in Deutschland seit 1931; Anstieg der Infektionen seit 2013
- Schutzmaßnahmen:
- Kein direkter Kontakt zu Wildtieren oder Kadavern
- Haustiere fernhalten von Wildtieren
- Fleisch vollständig durchgaren
- Schutzkleidung für Jäger, Förster und Waldarbeiter (Handschuhe, FFP2- oder FFP3-Maske)
Source 3 (https://www.doccheck.com/de/detail/articles/49160-tularaemie-die-biowaffe-unter-den-zoonosen):
- Tularämie, auch Hasenpest genannt, wird durch den Erreger Francisella tularensis verursacht.
- F. tularensis ist ein gramnegativer, sporenloser, intrazellulärer Coccobacillus und hochinfektiös.
- Die Infektion kann über verschiedene Wege erfolgen:
- Arthropoden (Zecken, Mücken, Fliegen)
- Verzehr kontaminierter Nahrung oder Wasser
- Haut- oder Schleimhautkontakt mit infektiösem Tiermaterial
- Inhalation von infektiösem Staub
- Symptome der Tularämie können grippeähnlich sein (Fieber, Lymphknotenschwellung) und hängen vom Übertragungsweg ab.
- Nach Hautkontakt können ulzerierende Hautveränderungen auftreten; Inhalation kann zu Bronchopneumonie führen.
- Ohne antiinfektive Therapie kann die Sterblichkeitsrate bis zu 30 % betragen.
- Der in Europa verbreitete Subtyp F. tularensis holarctica führt häufig zu Spontanheilung.
- Tularämie gehört zu den zoonotischen Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden.
- Zoonosen sind weltweit für etwa 60 % der neu auftretenden Infektionskrankheiten verantwortlich.
- In Deutschland stiegen die meldepflichtigen Tularämie-Erkrankungen von weniger als 10 Fällen im Jahr 2013 auf über 100 Fälle im Jahr 2023.
- In der Schweiz wurden von 2004 bis 2013 61 Fälle und von 2014 bis 2022 bereits 430 Fälle gemeldet.
- Auch Österreich, Schweden und Finnland berichten von steigenden Fallzahlen.
- Gründe für den Anstieg der Fallzahlen sind noch nicht vollständig geklärt.
- Mathematische Modelle prognostizieren einen Anstieg zoonotischer Infektionen durch Klimawandel und globale Erwärmung.
- Kontrolle der Tularämie ist herausfordernd, da sie sowohl Menschen als auch Tiere betrifft und durch Vektoren sowie Umweltquellen übertragen wird.
- Schweizer Autoren empfehlen einen One-Health-Ansatz zur effektiven Kontrolle der Tularämie.