Heute ist der 4.04.2025
Datum: 4.04.2025 - Source 1 (https://www.hna.de/lokales/northeim/northeim-ort47320/moeglicherweise-muss-evakuiert-werden-die-bombensuche-am-sultmer-in-northeim-dauert-laenger-93654575.html):
- Im Wald am Sultmer Berg in Northeim wird eine weitere Sondierung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen durchgeführt, um festzustellen, ob ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegt.
- Eine erste Sondierung konnte diese Frage nicht klären.
- Bürgermeister Simon Hartmann berichtete, dass ein sogenannter Störkörper festgestellt wurde.
- Weitere Untersuchungen sind notwendig, um zu klären, ob es sich um einen Blindgänger oder Metallreste handelt.
- Die Untersuchungen erfolgen in Abstimmung zwischen der Stadt, dem Kampfmittelbeseitigungsdienst und einer Spezialfirma.
- Der genaue Zeitpunkt der Arbeiten ist noch unklar, sie sollen ein bis zwei Tage dauern.
- Bei Bestätigung des Verdachts auf einen Blindgänger könnten Evakuierungen in einem noch zu bestimmenden Radius notwendig werden, betroffen wären wahrscheinlich das Krankenhaus und ein Alten- und Pflegeheim.
- Die Stadtverwaltung bereitet vorsorglich die erforderlichen Maßnahmen vor.
- Die Stadt trägt die Kosten für die Sondierungsarbeiten, die Entsorgung einer möglichen Bombe übernimmt der Kampfmittelbeseitigungsdienst (Land).
- Die Part AG (Bad Gandersheim) baut eine Kita auf dem Gelände der ehemaligen Waldschänke am Sultmer und hatte routinemäßig beim Kampfmittelbeseitigungsdienst angefragt.
- Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entdeckte einen Verdachtspunkt in der Nähe der Baustelle.
- In Göttingen gab es in den letzten Jahren mehrere Bombenfunde und kontrollierte Sprengungen.
- Die letzte Blindgänger-Suche in Northeim liegt etwa zehn Jahre zurück, als zwei Verdachtspunkte am Bahnhof untersucht wurden.
- Damals drohte 7000 Menschen eine mögliche Evakuierung, die sich später als alte Kupferkabel und ein gusseisernes Wasserrohr herausstellten.
- Laut Jahresstatistik 2023 hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst Niedersachsen über 5300 Kriegsluftbilder ausgewertet und über 1000 Einsätze wegen Fundmunition durchgeführt.
- 157 Sprengkörper über 50 Kilogramm wurden beseitigt, in 63 Fällen mussten nicht mehr transportfähige Bomben vor Ort kontrolliert gesprengt werden.
Source 2 (https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Sicherheit-Ordnung/Feuerwehr-Hannover/Standorte/%C3%9Cber-uns/Kampf%C2%ADmittel%C2%ADbeseitigung-in-der-Landes%C2%ADhaupt%C2%ADstadt/Blindg%C3%A4ngerverdachtspunkte-und-Sondierungen):
- Gefahrenerforschung beginnt mit Luftbildauswertung, veranlasst von der Landeshauptstadt Hannover.
- Auswertung erfolgt systematisch über das gesamte Stadtgebiet oder auf spezifische Areale.
- Private Bauherren können ebenfalls Luftbildauswertungen im Rahmen von Bauvorhaben veranlassen.
- Auswertungen werden in der Regel durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Niedersachsen durchgeführt.
- Bei Verdacht auf Blindgänger müssen technische Sondierungen durchgeführt werden.
- Tiefenbohrungen mit 110 mm Durchmesser werden in einem Raster um den Verdachtspunkt gebohrt.
- Ergebnisse der Sondierung werden mit Magnetfeldsonden überprüft.
- Bei Anomalien, die mit Kampfmitteln übereinstimmen, wird eine Baugrube für visuelle Überprüfung eingerichtet.
- Bestätigt sich der Verdacht auf einen Bombenblindgänger, wird dieser vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft oder gesprengt.
- Sprengung kann notwendig sein, wenn eine Entschärfung vor Ort nicht möglich ist.
- Schäden können sowohl am betroffenen Grundstück als auch am Nachbargrundstück entstehen.
- Kosten für Wiederherstellungen können durch eine Versicherung gedeckt werden.
- Landeshauptstadt Hannover kommt nur unter bestimmten Voraussetzungen für Schäden auf.
- Eigentümer werden informiert, wenn ein Blindgängerverdachtspunkt auf ihrem Grundstück festgestellt wird.
- Weitere Erforschung der Verdachtspunkte wird von der Landeshauptstadt Hannover veranlasst und koordiniert.
- Nach Sondierung erfolgt Wiederherstellung des Bereichs; Kosten werden von der Stadt getragen, wenn sich der Verdacht nicht erhärtet.
- Bei bestätigtem Verdacht erfolgt Bergung des Blindgängers und Evakuierung in einem Radius von in der Regel 1000 Metern.
- Eigentümer gelten als „Zustandstörer“ und sind für anfallende Kosten bis zur „Opfergrenze“ verantwortlich.
- „Opfergrenze“ ist auf den Verkehrswert des Grundstücks nach Sanierung begrenzt; gilt nur, wenn Vermögen nach Abzug von Verbindlichkeiten über 500.000 Euro liegt.
- Zuständigkeit der Landeshauptstadt Hannover für Gefahrenerforschung leitet sich aus § 11 Nds. SOG ab.
- Runderlass „Kampfmittelbeseitigung“ des Niedersächsischen Umweltministeriums regelt die Aufgaben der Gemeinde in der Gefahrenabwehr.
- Technische Sondierung mittels Magnetfeldsonden ist „Stand der Technik“.
- Rat der Landeshauptstadt Hannover beschloss 2017 Regelungen zur Kostenlastverteilung in der Kampfmittelbeseitigung.
Source 3 (https://wiwa-kampfmittelbergung.de/kampfmittelbeseitigung-leitfaden/):
- Kampfmittelbeseitigung bezieht sich auf die Beseitigung von Kampfmitteln und Munition aus vergangenen Konflikten, einschließlich Blindgängern, Minen und Bomben.
- Diese gefährlichen Überreste stellen eine erhebliche Bedrohung für die Sicherheit von Menschen dar und können Verletzungen oder Todesfälle verursachen.
- Die Notwendigkeit der Kampfmittelbeseitigung hat historische Wurzeln, die bis in die Nachkriegszeiten des 20. Jahrhunderts zurückreichen, insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg.
- Techniken und Verfahren zur sicheren Beseitigung von Kampfmitteln wurden entwickelt, um die Gefahren für die Zivilbevölkerung zu minimieren.
- Methoden der Kampfmittelbeseitigung:
- Räumung durch geschulte Experten mit spezialisierter Ausrüstung.
- Kontrollierte Sprengung von Kampfmitteln als sichere Beseitigungsmethode.
- Einsatz von Robotern und Drohnen zur Lokalisierung und Beseitigung von Kampfmitteln.
- Die Kampfmittelbeseitigung ist entscheidend für die Sicherheit von Gemeinschaften und die Wiederherstellung von Gebieten für wirtschaftliche Entwicklung und sozialen Zusammenhalt.
- Hauptziele der Kampfmittelbeseitigung:
- Minimierung von Gefahren für die Bevölkerung.
- Wiederherstellung der Sicherheit von Land und Infrastruktur.
- Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung in betroffenen Gebieten.
- Nicht explodierte Kampfmittel werden mithilfe von Metalldetektoren und speziellen Suchgeräten lokalisiert.
- Länder, die stark von Kampfmitteln betroffen sind, sind oft solche, die in vergangenen Konflikten verwickelt waren, einschließlich einiger Regionen Europas.
- Sicherheitsvorkehrungen bei der Kampfmittelbeseitigung:
- Schulung von Experten.
- Einsatz von Schutzausrüstung.
- Überwachung während des gesamten Prozesses.
- Die Bevölkerung kann zur Kampfmittelbeseitigung beitragen, indem sie verdächtige Funde den Behörden meldet und Sicherheitsrichtlinien befolgt.
- Internationale Organisationen wie das Rote Kreuz und die Vereinten Nationen unterstützen die Kampfmittelbeseitigung in betroffenen Regionen.