Heute ist der 7.04.2025
Datum: 7.04.2025 - Source 1 (https://www.landeszeitung.de/lokales/lueneburg-wie-ist-die-luftqualitaet-aktuell-feinstaub-ozon-und-mehr-daten-vom-29-03-2025-A3JKBDCY4JHPJP4NH2BKXP2GGM.html):
- Messstation in der Zeppelinstraße, Lüneburg, erfasst Feinstaub-Partikel (PM10) pro Kubikmeter Luft.
- Grenzwert für PM10 beträgt 50 Mikrogramm pro Kubikmeter, darf jährlich 35-mal überschritten werden.
- Luftqualität wird anhand von drei Werten gemessen: Feinstaub, Stickstoffdioxid, Ozon.
- Grenzwerte:
- Sehr schlecht: Stickstoffdioxid > 200 μg/m³, Feinstaub > 100 μg/m³, Ozon > 240 μg/m³.
- Schlecht: Stickstoffdioxid 101-200 μg/m³, Feinstaub 51-100 μg/m³, Ozon 181-240 μg/m³.
- Mäßig: Stickstoffdioxid 41-100 μg/m³, Feinstaub 35-50 μg/m³, Ozon 121-180 μg/m³.
- Messungen erfolgen als Stundenmittel (Stickstoffdioxid, Ozon) und stündlich gleitendes Tagesmittel (Feinstaub).
- In der EU gibt es jährlich 240.000 vorzeitige Todesfälle durch Feinstaub.
- Empfehlungen bei schlechter Luftqualität:
- Sehr schlecht: Empfindliche Personen sollten körperliche Anstrengungen im Freien vermeiden.
- Schlecht: Empfindliche Personen sollten anstrengende Tätigkeiten im Freien vermeiden.
- Mäßig: Kurzfristige gesundheitliche Auswirkungen unwahrscheinlich, aber mögliche Effekte bei langfristiger Einwirkung.
- Gut: Keine gesundheitlichen Nachteile zu erwarten.
- Sehr gut: Beste Voraussetzungen für Aktivitäten im Freien.
- Silvesterfeuerwerk verursacht Feinstaub, aber im Vergleich zur ganzjährigen Belastung nicht signifikant.
- Nach Mitternacht kann Feinstaubbelastung stark ansteigen, nimmt aber mit Wind schnell ab.
- Inversionswetterlagen können zu stundenlangen Feinstaubbelastungen führen.
- Feuerwerksqualm besteht größtenteils aus Feinstaub, der gesundheitsschädlich sein kann.
- Jährlich werden durch Feuerwerk etwa 2050 Tonnen Feinstaub freigesetzt, 1500 Tonnen (75%) davon in der Silvesternacht.
Source 2 (https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/feinstaub-belastung):
- Feinstaubmessungen in Deutschland seit 2000 für PM10 und seit 2008 für PM2,5.
- Hohe Messnetzdichte in Ballungsräumen aufgrund zahlreicher Emittenten (z.B. Verkehr, Industrie).
- PM10-Jahresmittelwerte heute zwischen 15 und 20 µg/m³, gesunken von 50 µg/m³ in den 1990er Jahren.
- Geringere Werte in ländlichen Gebieten.
- Feinstaubbelastung auch durch gasförmige Schadstoffe (z.B. Ammoniak, Schwefeldioxid) verursacht, die sekundären Feinstaub bilden.
- PM10-Konzentrationen sanken zwischen 1995 und 2000 aufgrund reduzierter SO2-Emissionen.
- Witterungsbedingte Schwankungen beeinflussen PM10-Konzentrationen, z.B. hohe Werte in trockenen Wintern oder heißen Sommern.
- Seit 2012 keine Überschreitungen des Jahresgrenzwerts von 40 µg/m³ festgestellt.
- PM10-Tagesmittelwert von 50 µg/m³ darf an höchstens 35 Tagen im Jahr überschritten werden; Überschreitungen vor allem in Ballungsräumen.
- 2006 war ein Jahr mit erheblichen Überschreitungen.
- 2023 wurde der Grenzwert an allen Messstationen eingehalten.
- Hohe PM10-Konzentrationen können bei Hochdruckwetterlagen auftreten, z.B. am 23. Januar 2017 mit 176 µg/m³.
- Feinstaubbestandteile PM10 und PM2,5 sind seit den 1990er Jahren in der Luftreinhaltepolitik relevant.
- EU-Richtlinie 2008/50/EG legt Grenzwerte für PM10 und neue Standards für PM2,5 fest.
- Feinstaub kann natürlichen oder menschlichen Ursprungs sein; primäre und sekundäre Feinstäube.
- Wichtige menschliche Feinstaubquellen: Verkehr, Heizungen, Industrie, Landwirtschaft.
- Natürliche Quellen: Vulkane, Bodenerosion, Waldbrände.
- Abnahme der Feinstaubemissionen verlangsamte sich seit den 2000er Jahren; weitere Maßnahmen zur Reduktion erforderlich.
- Gesundheitliche Wirkungen von Feinstaub: Atemwegserkrankungen, Herz-Kreislauferkrankungen, erhöhtes Sterblichkeitsrisiko.
- PM10-Messungen seit 2000, PM2,5 seit 2008 an rund 200 Stationen.
Source 3 (https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/wirkungen-von-luftschadstoffen/wirkungen-auf-die-gesundheit):
- Luftqualität in Deutschland und Europa hat sich in den letzten Jahrzehnten verbessert.
- Smog-Perioden mit erhöhten Sterblichkeits- und Krankheitsraten sind zurückgegangen.
- Aktuelle EU-Grenz- und Zielwerte für Luftschadstoffe sind noch nicht ausreichend, um gesundheitliche Risiken vollständig zu vermeiden.
- WHO veröffentlichte 2021 neue Richtwerte für den Schutz der menschlichen Gesundheit.
- In Deutschland sind die Konzentrationen von Stickstoffdioxid (NO2) und Feinstaub (PM) weiterhin zu hoch.
- Ozonwerte können ebenfalls gesundheitliche Auswirkungen haben.
**Stickstoffdioxid (NO2):**
- Entsteht hauptsächlich aus Verbrennungsprozessen, insbesondere im Straßenverkehr.
- Höchste Konzentrationen in Ballungsräumen und entlang von Hauptverkehrsstraßen.
- Problematisch für Asthmatiker, kann Bronchien verengen und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen.
**Ozon (O3):**
- Wird photochemisch aus Vorläufersubstanzen wie Stickoxiden gebildet.
- Kann in Ballungszentren und ländlichen Regionen erhöht sein.
- Gesundheitswirkungen: verminderte Lungenfunktion, Atemwegsbeschwerden, verstärkt bei körperlicher Anstrengung.
- Verhaltensempfehlungen ab Ozonwert von 180 µg/m³ (1h-Mittelwert).
- Ozon gilt als potenziell krebserregend.
**Feinstaub (PM):**
- Umfasst primär und sekundär gebildeten Feinstaub.
- Primärer Feinstaub entsteht direkt bei Verbrennungsprozessen.
- Sekundärer Feinstaub entsteht aus gasförmigen Vorläufersubstanzen.
- PM10 kann in die Nasenhöhle eindringen, PM2.5 bis in die Bronchien und Lungenbläschen.
- Ultrafeine Partikel (<0,1 µm) können in das Lungengewebe und Blutkreislauf eindringen.
- Gesundheitswirkungen: Schleimhautreizungen, Entzündungen, erhöhte Thromboseneigung.
**Umweltepidemiologische Studien:**
- Untersuchen gesundheitliche Wirkungen von Luftverunreinigungen.
- Kurzfristige Wirkungen: Zusammenhang zwischen Luftschadstoffen und gesundheitlichen Ereignissen (z.B. Todesfälle, Krankenhauseinweisungen).
- Langfristige Wirkungen: Beobachtung von Personengruppen über längere Zeiträume (Kohortenstudien).
- WHO: Risiko für gesundheitliche Wirkungen steigt mit Luftschadstoffkonzentration.
**Grenz- und Zielwerte:**
- WHO aktualisierte 2021 ihre Luftqualitätsleitlinien.
- EU-Grenz- und Zielwerte werden überprüft, erster Vorschlag der Europäischen Kommission im Oktober 2022.
- Neue EU-Grenzwerte sind weniger streng als die WHO-Richtwerte.