Heute ist der 4.04.2025
Datum: 4.04.2025 - Source 1 (https://www.bdew.de/energie/nienburg-gruener-wasserstoff-nachhaltige-mobilitaet/):
- Stadtwerke Nienburg/Weser GmbH kurz vor Fertigstellung eines Projekts zur lokalen Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff.
- Anlage im Gewerbegebiet Südring in Nienburg errichtet.
- Nutzung erneuerbarer Energiequellen zur Wasserstofferzeugung für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Schwerlastverkehr.
- Wasserstoffproduktion erfolgt mit Solarstrom aus einer Photovoltaik-Freiflächenanlage mit 2,1 Megawatt Leistung, fertiggestellt im Sommer 2023.
- Erzeugter grüner Strom wird in einem Elektrolyseur zur Wasserstoffproduktion eingesetzt.
- Wasserstoff wird in speziellen Speichern gelagert und an einer neu errichteten Wasserstofftankstelle in Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb gefüllt.
- Lieferung und Installation der Komponenten (Elektrolyseur, Wasserstoffspeicher, Tankstelle) erfolgten im Jahr 2024.
- Inbetriebnahme der gesamten Anlage geplant für Frühjahr 2025.
- Erste Ausbaustufe fokussiert auf Betankung von zwei Brennstoffzellenbussen der Nienburger Stadtbusgesellschaft.
- Jährliche CO2-Einsparung von bis zu 266 Tonnen durch den Einsatz dieser Busse.
- Projekt bietet standortintegrierte Komplettlösung: Erzeugung von grünem Strom, Wasserstoffproduktion und Fahrzeugbetankung an einem Ort.
- Dezentrales Konzept minimiert Transportverluste und -kosten, ermöglicht effiziente Ressourcennutzung.
- Anlage ist modular aufgebaut und kann bei steigendem Bedarf erweitert werden.
- Geschäftsführer Thomas Breer betont die Bedeutung des Projekts für die Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die Gestaltung einer klimaneutralen mobilen Zukunft.
- Projekt dient als Vorbild für klimafreundliche Mobilität und zeigt innovative Ansätze für nachhaltige Lösungen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Energie- und Verkehrswende.
Source 2 (https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/technik/solarmodul-produziert-gruenen-wasserstoff-ohne-elektrolyseur-13376813):
- Wissenschaftler der Katholieke Universiteit Leuven (KU Leuven) entwickeln ein Solarmodul zur autarken Produktion von grünem Wasserstoff.
- Das System gewinnt Wasser aus der Luft und spaltet es mit Solarstrom in Wasserstoff und Sauerstoff.
- Im Labor wurde ein Wirkungsgrad von 15 Prozent erreicht, was einen Weltrekord in der solaren Wasserstoffproduktion darstellt.
- Die Bioingenieure Jan Rongé und Tom Bosserez haben das Spinoff-Unternehmen Solhyd gegründet, um die Wasserstofffabrik industriell herzustellen.
- Wasserstoff wird als wichtige Energielösung für Schwerlastverkehr, Industrie und Notstromaggregate angesehen.
- Herkömmliche Elektrolyseure benötigen externe Wasserversorgung, was in trockenen Regionen problematisch ist.
- Das System zieht Luft mit drei Ventilatoren an, die durch Röhren mit hygroskopischem Material geleitet wird, um Wassermoleküle zu sammeln.
- Eine Photovoltaikzelle auf der Oberseite erzeugt den benötigten Strom für die Wasserstoffproduktion.
- Ein Panel kann bis zu 250 Liter Wasserstoff pro Tag produzieren.
- Das System benötigt keinen externen Wasser- oder Stromanschluss und ist gut skalierbar.
- Die Module sollen günstig herstellbar sein, da keine exotischen Materialien in den Katalysatoren verwendet werden.
- Wissenschaftler rechnen beim industriellen Einsatz mit einem Wirkungsgrad von mehr als zehn Prozent, vergleichbar mit klassischen Elektrolyseuren.
Source 3 (https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimaschutz-energiepolitik-in-deutschland/wasserstoff-schluessel-im-kuenftigen-energiesystem):
- Wasserstoff spielt im fossilen Energiesystem eine Rolle als Sekundärenergieträger für Raffinerieprozesse und die chemische Industrie.
- Breiter Einsatz von Wasserstoff ist ineffizient im Vergleich zur direkten Nutzung von erneuerbarem Strom.
- Bei Wärmepumpen kann 1 kWh regenerativer Strom etwa 3,3 kWh Erdgas einsparen, während bei Wasserstoffherstellung nur etwa 0,6 kWh eingespart werden können.
- Wasserstoff wird als Brennstoff in Gaskraftwerken benötigt, um die Stromversorgung zu gewährleisten und fluktuierende Erzeugung aus erneuerbaren Quellen auszugleichen.
- Langfristige Anwendungen für Wasserstoff sind in der chemischen Industrie, Stahlindustrie, Luft- und Schiffsverkehr sowie im Schwerlastverkehr.
- Wasserstoff hat eine geringe Energiedichte, was den Transport im Luftverkehr erschwert; Kerosin bleibt erforderlich.
- Wasserstoff kann als Ausgangsstoff zur Synthese von Kohlenwasserstoffen verwendet werden.
- Die Bundesregierung plant bis 2030 Wasserstoffelektrolyseure mit einer Leistung von 5 GW zu installieren, um 14 TWh Wasserstoff bereitzustellen.
- Bis 2035 sollen Elektrolyseleistungen auf 5 GW ausgebaut werden; die europäische Strategie zielt auf 40 GW bis 2030.
- Wasserstoffherstellung erfolgt in verschiedenen Formen: grün, grau, blau, pink, türkis und weiß, mit unterschiedlichen Emissionen und Energieaufwendungen.
- Grüner Wasserstoff wird mit Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt, hat einen Wirkungsgrad von etwa 75% und verursacht keine CO₂-Emissionen.
- Grauer Wasserstoff wird aus fossilen Energien hergestellt und verursacht CO₂-Emissionen.
- Blauer Wasserstoff wird ebenfalls aus fossilen Energien hergestellt, CO₂ wird jedoch aufgefangen und gespeichert.
- Türkiser Wasserstoff entsteht durch Methanpyrolyse, wobei kein gasförmiges CO₂ entsteht.
- Weißer Wasserstoff fällt als Nebenprodukt in chemischen Prozessen an.
- Elektrolyse zur Herstellung von 1 kg Wasserstoff benötigt etwa 10-30 Liter Wasser, abhängig von der Quelle.
- Wasserbedarf für Elektrolyse in Deutschland ist im Vergleich zu anderen Wasserentnahmen gering, jedoch können Nutzungskonkurrenzen in trockenen Regionen auftreten.
- Wasserstoff kann im Verkehr als alternativer Kraftstoff genutzt werden, jedoch ist die direkte Nutzung von erneuerbarem Strom effizienter.
- Wasserstoff im Verkehr sollte nur in Bereichen eingesetzt werden, wo direkte Nutzung von erneuerbarem Strom nicht möglich ist.
- Im Gebäudebestand gibt es effizientere Alternativen zu Wasserstoff für die Wärmeversorgung, wie Solarthermie und Geothermie.
- In der Industrie kann Wasserstoff in der Stahl- und Chemieindustrie eingesetzt werden, um CO₂-Emissionen zu reduzieren.