Delmenhorst

Heute ist der 4.04.2025

Datum: 4.04.2025 - Source 1 (https://www.weser-kurier.de/stadt-delmenhorst/delmenhorst-diskussion-um-drittes-gymnasium-und-verkehrsprobleme-doc800ldojv6k712b4ehhea):
- Ulrike Sternberg, Sprecherin der Anwohnerinitiative gegen den Bau des dritten Delmenhorster Gymnasiums, äußert Bedenken über den Schulneubau.
- Veranstaltung wurde von der SPD initiiert und fand im Hotel-Thomsen statt.
- Rund 50 Teilnehmer informierten sich über das Gutachten zur verkehrlichen Erschließung des Schulneubaus.
- SPD-Landtagsabgeordneter Deniz Kurku und Andreas Lotsios, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, führten durch die Veranstaltung.
- Kurku bezeichnete die Zuordnung des Schulstandorts im Gutachten zum Stadtwesten als Schreibfehler.
- SPD-Stadtfraktion hat Unklarheiten im Gutachten in ihren Fragenkatalog aufgenommen.
- Prognostizierte Schülerzahlen im Gutachten: 475 für das Mittelstufengymnasium und 160 für die Grundschule, im Gegensatz zu vorher angenommenen 700 Gymnasiasten und 200 Grundschülern.
- Kritik an der Berechnung der Verkehrsströme: Messungen wurden an nur einem Tag im September 2024 durchgeführt.
- Kurku bemängelt, dass die Messung nur vor dem Standort der geplanten Schule stattfand und angrenzende Bereiche nicht einbezogen wurden.
- Andere Institutionen, wie die Polizei, wurden nicht in die Verkehrsanalyse einbezogen.
- Gutachten berücksichtigt nicht die verkehrliche Situation während Bauarbeiten an der B 75 und lange Schließzeiten des Bahnübergangs am Großen Tannenweg.
- Sternberg kritisiert, dass der Standort Iprump von der Stadtverwaltung als gesetzt betrachtet wird, obwohl der Ankauf der Schafweide noch nicht erfolgt ist.
- Stadt muss zusätzlich zu den im Gutachten genannten Kosten von über 1,6 Millionen Euro für Umbaumaßnahmen 1,4 Millionen Euro für den Grunderwerb aufbringen.
- Am Dienstagabend tagen zwei Fachausschüsse in gemeinsamer Sitzung zur Beratung des Verkehrsgutachtens.

Source 2 (https://www.bpb.de/themen/bildung/dossier-bildung/274984/anspruchsvoller-schulbau-muss-zeitgemaessen-paedagogischen-kriterien-folgen/):
- Typische Schulen in Deutschland wurden um 1900 gebaut, oft in wilhelminischem Stil aus rotem Backstein.
- Diese Schulen stehen häufig unter Denkmalschutz und sind in Städten verbreitet, wo Kriegsschäden gering waren.
- Eine zweite Schulbauwelle begann in den 1970er Jahren mit kubischen Gebäuden und dunklen Innenräumen.
- Die Architektur beider Epochen orientiert sich an industriellen Ideen, mit langen Fluren und frontal ausgerichteten Klassenzimmern.
- Unterricht findet in relativ großen Klassen (ca. 30 Schüler) in 45-Minuten-Einheiten statt.
- Diese "Lernfabriken" haben einen hohen Sanierungsbedarf, was die Möglichkeit bietet, Schulen neu zu gestalten.
- Eine dritte Schulbauphase wird durch Bevölkerungswachstum in Ballungsgebieten wie Hamburg, München und Berlin angestoßen.
- Der Bedarf an Schulraum steigt, auch durch den Trend zur Ganztagsschule und die Herausforderungen der Digitalisierung.
- Es wird über zeitgemäßen Unterricht und Inklusion nachgedacht, um Schüler individuell zu fördern.
- Das Investitionsprogramm Zukunft Bildung und Betreuung (IZBB) wurde 2003 ins Leben gerufen, um neue Schularchitektur zu fördern.
- Das Herforder Modell in Nordrhein-Westfalen entwickelte neue Leitbilder für Schularchitektur, die bundesweit umgesetzt wurden.
- Lernhausschulen bestehen aus mehreren Lernhäusern, die verschiedene Jahrgänge zusammenfassen und flexible Lernformen ermöglichen.
- Neue Schulgebäude sollen multifunktionale Räume bieten, die Vormittags- und Nachmittagsunterricht integrieren.
- Schulflure sollen als Arbeits- und Kommunikationsräume genutzt werden, nicht nur als Durchgangsflächen.
- Transparente und offene Raumgestaltung fördert die Sichtbarkeit und Interaktion zwischen Lehrern und Schülern.
- Flexiblere Klassenräume mit mobilen Möbeln und modernen Technologien sollen den Unterricht unterstützen.
- Toilettenanlagen sollen in der Nähe der Unterrichtsräume platziert werden, um soziale Kontrolle zu fördern.
- Teamräume für Lehrer sollen ansprechender gestaltet werden, um die Zusammenarbeit zu verbessern.
- Schulen sollen als offene Orte für die Gemeinschaft gestaltet werden, um die Integration in den Stadtteil zu fördern.
- Der Schulbauprozess in Deutschland ist komplex und erfordert die Zusammenarbeit verschiedener politischer und administrativer Ebenen.
- Der Bau einer Schule dauert in der Regel vier bis fünf Jahre, abhängig von Planung und Genehmigungen.
- Herausforderungen im Schulbau umfassen die Gewinnung aller Beteiligten für neue Konzepte und die Berücksichtigung von Sicherheitsanforderungen.
- Der Sanierungsstau in Schulen ist auf jahrelange Einsparungen und Vernachlässigung zurückzuführen.
- Sanierungen bieten die Chance, Schulen modern und pädagogisch sinnvoll zu gestalten, auch in bestehenden Gebäuden.
- Innovative Raumkonzepte können auch in sanierungsbedürftigen Schulen umgesetzt werden, um die Lernumgebung zu verbessern.

Source 3 (https://m.baulinks.de/webplugin/2015/0915.php4):
- Forschungsprojekt der Universität Siegen und der TU Berlin untersucht Schnittstellen von Stadtentwicklung und Bildungspolitik/-praxis.
- Ziel: Positive Effekte von „Bildungslandschaften“ ermitteln, die bei der Erweiterung von Schulen und Kitas entstehen.
- Bildungslandschaften entstehen durch Kooperationen mit Jugendeinrichtungen, Bibliotheken und Gartenanlagen.
- Projektname: „Lokale Bildungslandschaften und Stadtentwicklung. Schnittstellen & Verflechtungen“.
- Interdisziplinäres Team: Stadtplaner und Erziehungswissenschaftler arbeiten zusammen.
- Projektleiter: Prof. Dr. Thomas Coelen (Universität Siegen) und Prof. Dr.-Ing. Angela Million (TU Berlin).
- Untersuchung auf drei Ebenen: Bund, Länder und Kommunen.
- Acht Standorte werden durch Fallstudien auf kommunaler Ebene analysiert.
- Themen: Erweiterung von Kitas, Umbau von Jugendzentren, neue Ganztagesschulen.
- Analyse der inhaltlichen und räumlichen Schnittstellen sowie der Erwartungen der Akteure in Politik, Verwaltung und Praxis.
- Gespräche mit Bauämtern und Jugendämtern zur Systematisierung von Motiven und Erwartungen.
- Ziel: Interdisziplinäre Betrachtung von Bildung und Stadtentwicklung.
- Positive Zusammenhänge zwischen Bildung und Stadtentwicklung sind bisher nicht belegt und sollen nun untersucht werden.

Ursprung:

Delmenhorst

Link: https://www.weser-kurier.de/stadt-delmenhorst/delmenhorst-diskussion-um-drittes-gymnasium-und-verkehrsprobleme-doc800ldojv6k712b4ehhea

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Erstellt am: 2025-04-01 13:17:13

Autor:

Delmenhorst