Heute ist der 4.04.2025
Datum: 4.04.2025 - Source 1 (https://www.hna.de/lokales/northeim/northeim-ort47320/bayern-castor-transport-rollt-durch-northeim-in-richtung-93660626.html):
- Ein Castor-Transport mit hochradioaktivem Abfall ist auf dem Weg von Großbritannien nach Niederbayern.
- Ziel des Transports ist das Zwischenlager in Niederaichbach, Landkreis Landshut.
- Der Transport wird von der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) in Essen und dem britischen Unternehmen Sellafield Ltd. organisiert.
- Deutschland ist verpflichtet, den Atommüll aus der Wiederaufbereitung von Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken zurückzunehmen.
- Der Transport wird voraussichtlich durch Südniedersachsen, einschließlich des Landkreises Northeim, führen.
- Die Strecke verläuft von Nordenham über Bremen, Hannover, Northeim, Göttingen, Fulda und Nürnberg nach Landshut.
- Die Fahrtzeit beträgt vermutlich mehr als 14 Stunden.
- Der Castor-Transport hat am Dienstagmorgen um 5:30 Uhr im Hafen Nordenham begonnen.
- Die Castor-Behälter wiegen jeweils rund 100 Tonnen und wurden per Schwerlastkran auf die Eisenbahnwaggons verladen.
- Die Verladung wurde von Sachverständigen begleitet, die die Einhaltung der gesetzlichen Strahlungsgrenzwerte überprüften.
- Der erste Castor-Transport fand am 24. April 1995 statt, mit Protesten entlang der Strecke.
- Ein großes Polizeiaufgebot wird den aktuellen Transport absichern, sowohl im Zug als auch an Bahnhöfen und Brücken.
- Es sind Protestaktionen entlang der Strecke geplant, darunter eine Mahnwache vor dem Göttinger Bahnhof.
- Seit 2020 finden wieder Castor-Transporte aus Frankreich und Großbritannien zu deutschen Zwischenlagern statt.
Source 2 (https://taz.de/Protest-gegen-Castortransport/!6076349/):
- Ein Spezialschiff, die „Pacific Grebe“, hat am Dienstagmorgen den Hafen Nordenham in Niedersachsen erreicht.
- Das Schiff transportiert sieben Castorbehälter mit hochradioaktivem Müll aus deutschen Atomkraftwerken.
- Die Ankunft des Schiffes um 5.30 Uhr wurde von der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) als „planmäßig“ bestätigt.
- Die Castoren stammen aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield und müssen von Deutschland zurückgenommen werden.
- Insgesamt müssen noch 14 Castorbehälter aus Sellafield zurückgebracht werden.
- Die Castoren werden mit einem Kran auf Eisenbahnwaggons verladen, was mindestens einen Tag dauern soll.
- Die Abfahrt des Zuges wird frühestens für Mittwochabend erwartet.
- Ziel des Transports ist das Zwischenlager Niederaichbach am Standort des stillgelegten AKW Isar nahe Landshut.
- Im Zwischenlager lagern bereits abgebrannte Brennelemente aus stillgelegten Blöcken.
- Behörden und Polizei geben keine Auskunft über die Route und die genaue Abfahrtszeit des Zuges.
- Im Hafenbereich und am Nordenhamer Bahnhof sind Mannschaftswagen der Polizei im Einsatz.
- Einwohner müssen sich in den nächsten Tagen auf Verkehrsbehinderungen und Straßensperrungen einstellen.
- Eine Flugverbotszone über dem Hafengebiet und der Bahnstrecke Nordenham-Hude wurde bis Donnerstag eingerichtet.
- Während des Verladeprozesses werden Sachverständige Messungen an den Waggons vornehmen, um die Einhaltung des gesetzlichen Grenzwerts für Strahlung zu überprüfen.
- In Sellafield wurde bereits festgestellt, dass der gesetzliche Grenzwert von 100 Mikrosievert pro Stunde weit unterschritten wird.
- Atomkraftgegner kritisieren den Transport und fordern ein Konzept für eine sichere Endlagerung von Atommüll.
- Initiativen planen Mahnwachen und Kundgebungen entlang der Bahnstrecke für Mittwoch.
- Bereits am Samstag gab es Proteste gegen den Transport in Bremen und Nordenham.
Source 3 (https://de.wikipedia.org/wiki/Transport_radioaktiver_Abf%C3%A4lle_in_Deutschland):
- Transporte radioaktiver Abfälle in Deutschland erfolgen für Aufbereitung und Zwischenlagerung.
- Begleitet von regelmäßigen Demonstrationen, insbesondere gegen Transporte abgebrannter Brennelemente aus deutschen Kernkraftwerken zur Wiederaufarbeitung ins Ausland (La Hague, Frankreich; Sellafield, Großbritannien).
- Rücktransporte radioaktiver Abfälle aus Wiederaufarbeitungsanlagen nach Deutschland zur Zwischenlagerung (z.B. Ahaus, Gorleben).
- Transporte mit schwach- und mittelaktiven Abfällen zu Konditionierungseinrichtungen und Zwischenlagern.
- Transporte von Kernbrennstoffen und Großquellen machen nur etwa 0,1 % der Transporte radioaktiver Stoffe aus.
- Beförderte Kernbrennstoffe sind überwiegend unbestrahlte Vorprodukte zur Brennelement-Herstellung (z.B. UF6, UO2-Pellets/-Pulver).
- Genehmigung von Atommülltransporten bis 2016 durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), danach durch das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).
- Genehmigungen erfolgen nur bei Einhaltung bestimmter Vorschriften des Atomrechts und Gefahrgutrechts.
- Landesbehörden sind für die Aufsicht der Transporte zuständig.
- Proteste der Anti-Atomkraft-Bewegung richten sich gegen die Produktion von weiterem Atommüll und den Endlagerstandort Gorleben.
- Transportstrecken nach Gorleben sind stark von Protesten betroffen, insbesondere die Eisenbahnstrecke von Lüneburg bis Dannenberg.
- Transporte werden von einem großen Polizeiaufgebot begleitet; Gegner werden überwacht.
- Castor-Behälter wurden in der Areva-Verladestation Valognes auf Güterwagen umgeladen und über verschiedene Grenzübergänge nach Deutschland transportiert.
- Züge legen eine Wegstrecke von etwa 1200 Kilometern zurück, bespannt mit speziell ausgerüsteten Diesellokomotiven.
- Erste Castor-Transporte nach Gorleben fanden 1995 statt, begleitet von massiven Protesten.
- Im April 1995 transportierte der erste Castor-Transport einen Behälter, begleitet von 4.000 Demonstranten und 7.600 Polizisten.
- Im Mai 1997 wurde der dritte Castor-Transport von 30.000 Polizisten geschützt.
- 1998 wurde der Transport aufgrund von Strahlungskontamination vorläufig gestoppt.
- 2000 wurden die Transporte unter dem grünen Umweltminister Jürgen Trittin wieder aufgenommen.
- Proteste umfassten Sitzblockaden, Barrikaden und Ankettaktionen.
- 2004 kam es zu einem tödlichen Unfall während eines Blockadeversuchs.
- 2008 und 2010 fanden weitere Transporte mit Protesten statt, wobei der Transport 2010 die längste Zeit benötigte.
- 2011 war der letzte Transport von La Hague nach Gorleben.
- Transporte in das Zwischenlager Nord bei Greifswald begannen 2010, mit Protesten vor dem Lager.
- 2020 wurde ein geplanter Rücktransport von Sellafield aufgrund der COVID-19-Pandemie abgesagt und später durchgeführt.
- Genehmigungen für Transporte müssen nachweisen, dass die gesetzliche Ortsdosisleistung nicht überschritten wird.
- Zukünftige Transporte umfassen 14 Castor-Behälter aus Sellafield und 30 leere, kontaminierte Transportbehälter nach Ahaus.