Lübeck

Heute ist der 4.04.2025

Datum: 4.04.2025 - Source 1 (https://www.hl-live.de/text.php?id=171949):
- Datum des Vorfalls: 01.04.2025
- Ort: Lübeck, Stadtteil St. Gertrud, Kantstraße
- Beteiligte: 47-jähriger Pedelecfahrer und 14-jähriger Fahrradfahrer
- Unfallzeit: ca. 17:40 Uhr
- Der 14-jährige Fahrradfahrer wartete verkehrsbedingt an einer Grundstücksausfahrt
- Der Pedelecfahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte mit dem Fahrradfahrer
- Der Pedelecfahrer verletzte sich leicht im Gesichtsbereich
- Ambulante Behandlung durch Rettungswagenbesatzung
- Der jugendliche Fahrradfahrer blieb unverletzt, geringer Sachschaden am Fahrrad (im zweistelligen Bereich)
- Verdacht auf Alkoholisierung des Pedelecfahrers während der Unfallaufnahme
- Atemalkoholtest ergab 2,31 Promille
- Pedelecfahrer wurde zur Dienststelle begleitet, Blutprobe angeordnet
- Weiterfahrt mit dem Pedelec wurde untersagt
- Ermittlungen des 3. Polizeireviers Lübeck wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgrund von Alkoholgenuss

Source 2 (https://www.anwalt.de/rechtstipps/haftung-bei-einem-unfall-zwischen-pkw-und-pedelec-187338.html):
- Pedelecs sind seit einiger Zeit im Straßenverkehr, jedoch gibt es wenig Rechtsprechung zur Haftungsverteilung nach Unfällen.
- Verkaufs- und Unfallzahlen von Pedelecs steigen rasant.
- Ein aktuelles Urteil des Landgerichts Bonn betrifft eine Kollision zwischen einem Pkw und einem Pedelec, bei der der 78-jährige Pedelec-Fahrer tödlich verunglückte.
- Der Pedelec-Fahrer fuhr auf einem Fahrradweg und versuchte, auf die Fahrbahn zu wechseln, als er vom Pkw erfasst wurde.
- Zeugen und Unfallumstände bestätigten, dass der Pkw-Fahrer kein Verschulden hatte und keinen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) beging.
- Der Pedelec-Fahrer hatte gegen mehrere Paragraphen der StVO verstoßen, was ihn als Unfallverursacher identifizierte.
- Betriebsgefahr wird durch § 7 StVG definiert und beschreibt die Gefahren, die von einem Kraftfahrzeug ausgehen.
- Pedelecs bis 25 km/h werden juristisch wie Fahrräder behandelt, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen (max. 250 Watt, progressive Tretunterstützung, Anfahrhilfe bis 6 km/h).
- Für Pedelecs bis 25 km/h sind kein Führerschein, keine Prüfbescheinigung und kein Versicherungskennzeichen erforderlich; es besteht keine Helmpflicht.
- Pedelecs bis 45 km/h gelten als Kraftfahrzeuge, benötigen ein Versicherungskennzeichen, und Fahrer müssen mindestens 16 Jahre alt sein und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM besitzen.
- Der 78-jährige Pedelec-Fahrer wurde wie ein gewöhnlicher Fahrradfahrer betrachtet, was bedeutet, dass Pkw-Fahrer erhöhte Vorsicht walten lassen müssen.
- Das Landgericht Bonn entschied in einer Quote von 80:20 zugunsten des Pkw-Halters, da das Verhalten des Pedelec-Fahrers die überwiegende Ursache des Unfalls war.
- Üblicherweise bewerten Gerichte die Betriebsgefahr eines Kraftfahrzeugs mit 30 %, auch ohne Verschulden des Fahrers.

Source 3 (https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/03/PD24_N014_46241.html):
- Im Jahr 2023 war knapp ein Drittel (30,1 %) der Pedelec-Verunglückten jünger als 45 Jahre, im Jahr 2014 waren es 11 %.
- Der Anteil der Pedelec-Verunglückten unter 45 Jahren stieg von 10,7 % (2014) auf 31,2 % (2023).
- Bei nichtmotorisierten Fahrrädern war 2023 jeder sechste Verunglückte 65 Jahre oder älter, während mehr als die Hälfte (54,8 %) jünger als 45 Jahre war.
- Die Zahl der Pedelec-Unfälle mit Personenschaden stieg von 2.200 (2014) auf 23.900 (2023), was mehr als einer Verzehnfachung entspricht.
- Im Vergleich sank die Zahl der Unfälle mit nichtmotorisierten Fahrrädern von 76.600 (2014) auf 72.200 (2023).
- 2014 war das erste Jahr, in dem zwischen Pedelecs und Fahrrädern ohne Hilfsmotor in Unfallstatistiken unterschieden wurde.
- Im Jahr 2022 besaßen 15,5 % der Haushalte in Deutschland mindestens ein Pedelec, 2014 waren es 3,4 %.
- 2023 verunglückten 23.658 Pedelec-Nutzer, fast elf Mal so viele wie 2014 (2.223 Verunglückte).
- Die Zahl der bei Pedelec-Unfällen Getöteten stieg von 39 (2014) auf 188 (2023).
- Im Gegensatz dazu sank die Zahl der Verunglückten auf nichtmotorisierten Fahrrädern um rund 7 % von 76.073 (2014) auf 70.900 (2023).
- Die Zahl der Getöteten auf nichtmotorisierten Fahrrädern sank von 357 (2014) auf 256 (2023).
- Im Jahr 2023 kamen bei 1.000 Pedelec-Unfällen mit Personenschaden durchschnittlich 7,9 Fahrer ums Leben, bei nichtmotorisierten Fahrrädern waren es 3,6.
- Das Durchschnittsalter der Pedelec-Verunglückten lag bei 53 Jahren, während es bei nichtmotorisierten Fahrrädern 42 Jahre betrug.
- Die Wahrscheinlichkeit schwerer oder tödlicher Verletzungen bei Stürzen ist bei älteren Menschen höher.
- Die Zahl der Getöteten je 1.000 Pedelec-Unfälle sank von 17,4 (2014) auf 7,9 (2023).
- Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit Trethilfe und einem elektromotorischen Hilfsantrieb mit maximal 0,25 kW, dessen Unterstützung bei 25 km/h unterbrochen wird.

Ursprung:

Lübeck

Link: https://www.hl-live.de/text.php?id=171949

URL ohne Link:

https://www.hl-live.de/text.php?id=171949

Erstellt am: 2025-04-02 11:03:59

Autor:

Lübeck