Heute ist der 5.04.2025
Datum: 5.04.2025 - Source 1 (https://www.merkur.de/lokales/schongau/kreisbote/peitings-aeltester-buerger-heinrich-muckle-feiert-102-geburtstag-93664825.html):
- Heinrich Muckle aus Peiting feierte seinen 102. Geburtstag.
- Bürgermeister Peter Ostenrieder überbrachte Glückwünsche und ein Osternest mit Peitinger Honig.
- Tochter Renate Paschke war ebenfalls anwesend und stieß auf die Gesundheit ihres Vaters an.
- Muckle wurde fünf Jahre nach dem Ersten Weltkrieg in Speyer geboren.
- Er besuchte die Volks- und Oberschule in Speyer und absolvierte eine Lehre in Sozial- und Krankenversicherung.
- 1941 wurde er zur Marine nach Cuxhaven eingezogen und diente auf einem Vorpostenschiff bei Le Havre.
- Er erlebte das Kriegsende 1945 an der Marine-Kriegsschule in Flensburg und trug schwere Verwundungen davon.
- Im November 1945 heiratete er seine Frau Christa, die er in einem Flüchtlingszug kennengelernt hatte.
- Tochter Renate wurde zwei Jahre nach der Heirat geboren.
- 1955 wurde Muckle Dienststellenleiter der AOK in Schongau und zog mit seiner Familie dorthin.
- Die AOK war damals in einem Gebäude gegenüber vom Butterwerk, wo heute eine Pizzeria ist.
- Muckle ging 1982 vorzeitig in Pension aufgrund seiner Kriegsverletzungen.
- Nach der Pensionierung reiste er mit seiner Frau Christa nach Ungarn, um Heilbäder aufzusuchen.
- Christa Muckle verstarb 2015 im Alter von 92 Jahren.
- Heinrich Muckle lebt seitdem alleine in seiner Wohnung, wird jedoch von seiner Tochter Renate unterstützt.
Source 2 (https://www.kreisbote.de/lokales/schongau/sonderausstellung-fotos-peitinger-kloesterle-startet-juni-9895488.html):
- Sonderausstellung im Klösterle-Museum zur Schließung des Peitinger Bergwerks am 28. Juni 1968.
- Ausstellungseröffnung am 30. Juni 2018.
- Ehemaliger Bergmann Alfred Braun hat etwa 600 Fotos in chronologischer Reihenfolge zusammengestellt.
- Fotos zeigen den Arbeitsalltag der Bergleute, viele wurden verbotenerweise von den Bergleuten selbst aufgenommen.
- Arbeitsbedingungen: 8-Stunden-Schichten, Kohleförderung in der Früh- und Mittags-Schicht, Reparaturarbeiten in der Nachtschicht.
- Bergwerk hatte eine Tiefe von über 800 Metern und eine Streckenlänge von 49 Kilometern.
- Bergleute waren Lärm, Kohlestaub und Wasser ausgesetzt; Gehörschutz war nicht vorhanden.
- Sicherheitsmarken und Benzinlampen wurden zur Warnung vor Gasaustritten verwendet.
- In der Geschichte des Bergwerks (1920 bis 1968) starben 31 Bergleute.
- Schließungsgrund: Aufkommen von Heizöl, das kostengünstiger und praktischer war.
- Viele Bergleute waren kurz vor dem Rentenalter, fanden jedoch neue Beschäftigung in Handwerksbetrieben.
- Ausstellung zeigt Höhen und Tiefen des Bergbaus und gibt Einblicke in die Vergangenheit Peitings.
- Fotos bleiben nach der Ausstellung im Museum und könnten möglicherweise erneut ausgestellt werden.
Source 3 (https://www.bergbaumuseum.de/forschung/bergbaugeschichte):
- Forschungsbereich Bergbaugeschichte am Deutschen Bergbau-Museum Bochum
- Fokus auf historische Bergbaupraktiken vom Mittelalter bis zur Gegenwart
- Interdisziplinäre Ansätze aus Wissensgeschichte und Materieller Kulturforschung
- Untersuchung der Bergbaugeschichte an der Schnittstelle von Umwelt-, Wirtschafts-, Technik- und Wissensgeschichte
- Besonderes Interesse an vorindustriellen Bergbaulandschaften und deren langfristigen Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft
**Wissensgeschichte des Bergbaus:**
- Zentrale Forschung zu montanhistorischem Wissen
- Analyse von verschiedenen Wissensformen: implizites Erfahrungswissen, verkörpertes Wissen, wissenschaftlich codiertes Wissen
- Untersuchung der Produktion, Verbreitung und Anwendung von Wissen
- Fokus auf mediale und materielle Repräsentationen des Bergbaus (Objekte, Karten, Schriften, Bildquellen)
- Aufmerksamkeit auf Wissensregimen und Technisierungsprozesse seit dem Mittelalter
**Bergbaulandschaften und Ressourcenpraktiken:**
- Untersuchung von Bergbaulandschaften als langfristig transformierte Räume
- Analyse der Prägung von Bergbaugebieten durch Ressourcenpraktiken und Ressourcenregime über Jahrhunderte
- Relevanz der Wechselwirkungen zwischen Bergbau, Umwelt und Gesellschaft im Kontext des Anthropozäns
- Epochenübergreifende Betrachtung und Verbindung mit aktuellen Debatten zur Nutzung natürlicher Ressourcen
**Theorien und Methoden der Bergbauhistoriografie:**
- Kontinuierliche Weiterentwicklung der methodischen und theoretischen Grundlagen der Bergbaugeschichte
- Ziel: Verknüpfung der Bergbaugeschichte mit aktuellen Debatten der Umwelt-, Wirtschafts-, Wissenschafts- und Technikgeschichte
- Nutzung unterschiedlicher historiografischer und interdisziplinärer Ansätze
**Wissenstransfer und Wissenschaftsvermittlung:**
- Diskussion und Vermittlung der Forschung auf Konferenzen und in wissenschaftlichen Publikationen
- Einflüsse der Erkenntnisse in Ausstellungen und Vermittlungsformate im Forschungsmuseum